Südwest Presse: KOMMENTAR · GRÜN-SCHWARZ
ID: 1335740
Ein Lob aus Bayern, darauf darf man sich nichts einbilden. Dass
Seehofer sie umgarnt, sollte Kretschmann und den Südwest-Grünen eher
eine Warnung sein. Gewiss scheint nun sogar im
"Mir-san-mir"-Freistaat eine postideologische Ära anzubrechen:
Endlich ist in Bayern das Kalte-Kriegs-Denken vorbei. Doch belegen
die Avancen der CSU, dass die Grünen sich bürgerlich-bequem
eingerichtet haben. Alles auf den Spitzenmann und ansonsten auf
programmatische Flexibilität zu setzen, rächt sich. Das wissen die
Grünen seit Ende der Ära Joschka Fischer. Dennoch kündet heute wieder
manch Grüner in Berlin: "Von Kretschmann lernen heißt siegen lernen."
Einst als Friedens- und Bürgerrechtspartei haben die Grünen ihr
inhaltliches Profil überbetont - selbst um den Preis, das eigene
Spitzenpersonal zu beschädigen. Das war das eine Extrem. Nun ist es
genau umgekehrt: Fünf Kretschmann-Jahre haben den Grünen zwar viel
Respekt beschert. Doch wurden in der Zeit vor allem rote Großvorhaben
umgesetzt. Wo blieben die grünen Kernanliegen? Die Kollegen der
Landes-CDU, mit denen die Grünen wohl bald die Regierungsbank teilen,
geben ein warnendes Beispiel ab: Sie befinden sich infolge des
zeitgleichen Fehlens programmatischen Profils und personeller Potenz
im Jammertal. Wollen die Grünen das vermeiden, sollten sie schon
heute am Programm und Personal der Post-Kretschmann-Ära feilen. Auch
wenn es dafür kein Lob aus Bayern gibt.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 20.03.2016 - 19:33 Uhr
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