Kölner Stadt-Anzeiger: SPD prüft staatliches Vorkaufsrecht für wertvolles Kulturgut
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"Klärungsbedarf" bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen über das
umstrittene Kulturgutschutzgesetz von Kulturstaatsministerin Monika
Grütters (CDU). Seine Fraktion wolle prüfen, ob sich die Abwanderung
deutschen Kulturguts nicht sinnvoller mit einem staatlichen
Vorkaufsrecht vermeiden lasse, sagte der kulturpolitische Sprecher
der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Dörmann, dem "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Dienstagausgabe). "Wenn es ein Interesse der
Allgemeinheit gibt, diese Kulturgüter im Lande zu halten, dann könnte
es sinnvoll und gerechtfertigt sein, die entsprechenden finanziellen
Mittel aufzuwenden, um sie zu kaufen und öffentlich zugänglich zu
machen."
Mit der Novelle des Kulturgutschutzgesetzes sollen national
wertvolles Kulturgut aus Deutschland vor Abwanderung ins Ausland
geschützt und die illegale Einfuhr von Kulturgütern nach Deutschland
verhindert werden. Die geplanten Regelungen zum national wertvollen
Kulturgut werden vom deutschen Kunsthandel und von zahlreichen
Sammlern als massiver Eingriff ins Eigentumsrecht kritisiert.
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Datum: 21.03.2016 - 16:36 Uhr
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