Neue Westfälische (Bielefeld): Verheerende Anschlagserie in Brüssel Mitten ins Herz Thomas Seim

Neue Westfälische (Bielefeld): Verheerende Anschlagserie in Brüssel
Mitten ins Herz
Thomas Seim

ID: 1336851
(ots) - Der französische Präsident Hollande spricht von
Kaltblütigkeit, mit der man dem Terror begegnen müsse. Kann man das?
Kann man kaltblütig bleiben angesichts dieses menschenverachtenden
Gewaltszenarios, das gestern Dutzende Menschen tötete und über
hundert zum Teil schwer verletzte? Wenn Kaltblütigkeit nicht
Vergeltung meinte, nicht kaltblütige Rache an den Terroristen,
sondern überlegtes Handeln gegen Kriminelle, dann werden wir alle
einen Weg finden müssen, der uns dieses Handeln möglich macht.
Kaltblütig im menschenverachtenden Sinn sind Terroristen. Sie nehmen
unschuldige Menschen in Haft für ein Kriegsgeschehen, dessen sie
anders nicht Herr werden. Menschen wie du und ich, die nur zufällig
und ohne Schuld zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Sie wurden
gestern von kaltblütigen Killern bestialisch ermordet oder schwer
verletzt. Ihnen gilt unsere Trauer, ihren Angehörigen unser
Mitgefühl. Kaltblütig treffen diese skrupellosen Verbrecher das
aufgeklärte Leben in Europa mitten ins Herz. Gegen diesen Terror kann
sich eine offene Gesellschaft - und sei sie noch so wehrhaft - nicht
verteidigen. Nicht mal dem türkischen Halbdiktator-Präsidenten
Erdogan gelingt dies. In Europas demokratisch verfassten,
freiheitlichen Staaten ist ein lückenloser Schutz gegen diese feige
Mörderbande nicht zu schaffen. Das ist in Deutschland schon Ende der
70er Jahre im Kampf gegen den RAF-Terror kaum gelungen. In der Tat:
Erstmals seit damals gibt es wieder Anlass zur Furcht in großen
Menschenmassen an zentralen Orten. Jeder für sich prüft seit gestern
wieder genauer, beobachtet misstrauischer und handelt defensiver in
der Öffentlichkeit. Das ist ja das Ziel des Terrors, dass er die
Angst wachsen lässt und die Freiheit des Lebens zerstört. Diese
Freiheit ist aber der Markenkern unseres Europas. Wenn wir ihn


beschädigen lassen, lassen wir die Europäische Einigung, unsere
Kultur, unsere Lebensqualität beschädigen. Das ist das Herz Europas.
Nicht weniger steht hier auf dem Spiel. Wir werden nun in den
nächsten Tagen untersuchen, prüfen, ermitteln. Wir werden finden,
dass es Fehler gab, ohne die man die Anschläge hätte verhindern
können. Wir werden Fragen haben und wir werden das Versagen Einzelner
oder einer Struktur ermitteln und Schlussfolgerungen ziehen. Wir
werden uns mit der Frage beschäftigen, wie wir uns in Deutschland
gegen solche näher gekommenen Gefahren schützen. Wir werden Schuldige
und Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit finden. Aber die wichtigste
Frage, die Europa beantworten muss: Lassen wir uns mitten ins Herz
treffen? Töten die Mörder von Brüssel auch unser aufgeklärtes freies
Leben? Wir würden gut daran tun, die Antwort mit kühlem Kopf zu geben
- aber nicht kaltblütig.



Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  BERLINER MORGENPOST: Chancen in den Behörden / Kommentar von Joachim Fahrun NRZ: Die Angst darf uns nicht besiegen - von CHRISTIAN PETERS
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.03.2016 - 19:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1336851
Anzahl Zeichen: 3159

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bielefeld



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 360 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Verheerende Anschlagserie in Brüssel
Mitten ins Herz
Thomas Seim
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Höhe der Rente hängt auch vom Wohnort ab ...
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr

Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar

Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich


Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)


BERLINER MORGENPOST: Chancen in den Behörden / Kommentar von Joachim Fahrun ...
In schlimmen Zeiten ist das mal eine gute Nachricht: Junge Menschen haben zumindest in Berlin hervorragende Chancen - zumindest dann, wenn sie motiviert und arbeitswillig sind. Nicht nur Unternehmen suchen inzwischen händeringend nach Talenten, auch die öffentliche Verwaltung hat begonnen, in

Schwäbische Zeitung: Zu den Anschlägen in Brüssel: Nun müssen Taten folgen ...
Nach entsetzlichen Anschlägen ähneln sich die Reaktionen häufig: Die offene Gesellschaft werde von denen angegriffen, die die Freiheit hassten. Oder: Unsere Demokratie sei wehrhaft und die widerwärtigen Attentate ließen uns alle enger zusammenstehen. Es ist richtig, diese Gedanken zu formul

Mitteldeutsche Zeitung: zum Terror ...
Welche Motive hat der Hass? Mit welchen Mitteln, an welchem Ort, zu welcher Zeit wird der Terrorist seine Ziele zu erreichen versuchen? Vor allem: Welche Möglichkeiten gibt es, dem Hass die Gründe, dem Terroristen die Bereitschaft zu nehmen, Terrorist zu sein? Die Antworten auf diese Fragen

Der Tagesspiegel: Grünen-Verkehrspolitiker Cramer: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht ...
Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im EU-Parlament, Michael Cramer (Grüne), hat sich nach den Anschlägen von Brüssel skeptisch gezeigt, dass sich Attentate wie in der belgischen Hauptstadt durch verstärkte Sicherheitsvorkehrungen rund um den Bahn- und Flugverkehr komplett ausschließen


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z