Südwest Presse: Kommentar: Sicherheit
ID: 1337415
Aus der Trauer über die Opfer von Brüssel wächst Wut auf die
Täter. Und neben dieser Wut wachsen Vorwürfe gegen die, die die Taten
nicht verhindert haben. Europas Sicherheitsarchitektur ist instabil
und durchlässig, sagen Amerikaner und Israelis. Wir opfern unsere
Freiheit nicht unserer Angst, sagen liberale Europäer. Beide haben
Recht. Klar ist, Europa kann und muss sich besser schützen. Doch
schon nach den Anschlägen in Paris haben Sicherheitsbehörden und
Justiz mehr Kompetenzen, Geld und Personal bekommen. Das war
angesichts der Bedrohung durch eine wachsende
salafistisch-dschihadistische Szene und hunderte Syrien-Rückkehrer
dringend nötig. Diese Terrorpakete müssen aber erst umgesetzt, das
Personal eingestellt und ausgebildet werden, bevor man neue schnürt.
Was schnell verbessert werden kann, ist der Austausch zwischen
Sicherheitsbehörden im Schengen-Raum. Dass die Mörder von Paris wie
Brüssel zwischen Syrien und EU hin und her reisten, dass sie
unbehelligt - obwohl sie bekannt waren - durch Europa fuhren, ist
untragbar. Deutsche Polizisten müssen erkennen, wenn sie
Terror-Verdächtige aus anderen EU-Staaten kontrollieren. Doch klar
ist auch: Sicherheit ist nie absolut. Wer versucht, sie trotzdem und
unter Preisgabe immer weiterer Freiheitsrechte zu erkaufen, der
verkauft den Wesenskern unserer Gesellschaften. Aus Trauer, Wut und
Sehnsucht nach Schutz darf keine Paranoia-Politik wachsen.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.03.2016 - 19:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1337415
Anzahl Zeichen: 1724
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 412 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar: Sicherheit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Mitteldeutsche Zeitung: zu Belgien ...
Schon nach den Pariser Anschlägen vom November schauten Europa und die Welt auf die Brüsseler Teilgemeinde Molenbeek. Reichlich spät. Der islamistische Terror erreichte Europas Mitte nicht erst mit den jüngsten Anschlägen. Schon im Januar 2014 hatte die belgische Polizei eine Terrorzelle in
Mitteldeutsche Zeitung: zu Haushalt 2017 ...
Die konkreten Zahlen stehen auf tönernen Füßen: Absehbare Forderungen der Länder sind nicht berücksichtigt, und für 2018 klafft eine Deckungslücke von 6,7 Milliarden Euro. Der größte Unsicherheitsfaktor aber ist die Flüchtlingssituation. Gut eine Million Schutzsuchende sind im Land. Ni
NRZ: Den Nährboden des Hasses austrocknen - ein Kommentar von JAN JESSEN ...
Der Massenmord von Brüssel ist einmal mehr eine Attacke auf die europäische Lebenswirklichkeit, die von islamistischen Fanatikern gehasst und verachtet wird. Der Furor der Dschihadisten wird sich noch steigern, weil ihr Terrorkalifat in Syrien und im Irak nicht nur schrumpft, sondern weil es i
Schwäbische Zeitung: Zur Fußball-EM 2016 in Frankreich: Ein mulmiges Gefühl bleibt ...
Eines vorneweg: Natürlich muss die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich trotz der erhöhten Bedrohungslage ausgetragen werden. Daran haben die neuerlichen Anschläge in Belgien nichts geändert, auch wenn Brüssel die bereits von manchen wieder verdrängten Terrorakte vom November in Pari




