Südwest Presse: KOMMENTAR · VOLKSWAGEN
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Ein Aphorismus des Fußballers Andreas Brehme lautet: "Hast du
Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß." Diese Erkenntnis dürfte den
Aktionären von Volkswagen nicht fremd sein. Der Autobauer steckt
durch den Abgas-Skandal nicht nur in seiner größten Krise. Dazu
kommen viele andere Probleme etwa mit Software, Airbags, allein
startenden Autos und - nun aktuell - dem strombetriebenen Golf.
Deshalb ist der drohende Dividendenausfall kein Totalcrash für den
Konzern. VW braucht Geld. Viel Geld. Allein in den USA drohen 20 bis
30 Milliarden Euro Strafe. Zum Vergleich: Die Wolfsburger machten im
Jahr zuvor knapp 13 Milliarden Euro Gewinn. Die Einnahmen dürften
aber schrumpfen. Auch wenn sich VW derzeit abstrampelt, um überhaupt
oben zu bleiben - der Konzern muss nach vorne schauen. Er muss
Einbrüche in Schwellenländern ausgleichen, in neue Technologien und
die Digitalisierung viel investieren. Je weniger Geld Europas größter
Autobauer hat, desto teurer sind seine Kredite. Arbeitsplätze sind in
Gefahr. Aktionäre sollten an einem gesunden Unternehmen interessiert
sein und nicht an wenig Dividende eines schwankenden Kranken. Sie
haben aber ein Anrecht auf Antworten: Warum ist dieser Schlamassel
passiert? Wer hat schuld? Wird Lügen und Betrügen künftig unmöglich
sein? Es ist viel Vertrauen verspielt worden. Nicht nur bei Kunden,
auch bei Aktionären.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 29.03.2016 - 19:03 Uhr
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