Diätstress vermindert Abnehmerfolg
Warum kleine Sünden zur Ernährung gehören!
Aachen (fet) – Stress erhöht den Blutzuckerspiegel und begünstigt bei vielen Menschen die Gewichtszunahme. Übergewichtige, die mit strengen Diäten abnehmen wollen, scheitern oftmals an auferlegten Nahrungsmittelverboten.
Anhaltender Stress führt zur Ausschüttung des Hormons Kortisol, welches die Zuckerneubildung im Körper ankurbelt und den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. In Urzeiten war diese Energiebereitstellung noch praktisch, konnte doch hinter jedem Felsen Gefahr lauern, die der schnellen Flucht bedurfte. Heute läuft allerdings keiner dem Stressauslöser ernsthaft davon und die Energie bleibt ungenutzt. Diese Dauerbelastung wirkt auf den Blutzuckerspiegel wie eine große Portion Nudeln und führt zur Ausschüttung von Insulin, welches dem Fettabbau entgegenwirkt. Zudem senkt Insulin den Blutzuckerspiegel so weit, dass das hungrige Gehirn schnell Nachschub verlangt. Dann steht die Wahl zwischen quälendem Appetit oder der nächsten Zwischenmahlzeit.
Stressabbau spielt also auch beim Thema gesunde Ernährung eine wesentliche Rolle. So ist es nicht nur wichtig, was auf den Teller kommt, sondern auch wie es verzehrt wird. Mahlzeiten frisch vorbereiten, gemütliches Beisammensitzen und Speisen bewusst genießen helfen zu entspannen. Neues Essverhalten erlernt sich zudem leichter, wenn es Spaß macht und nicht von Verzicht geprägt ist. Kleine Sünden sind erlaubt. Wer sich vorwiegend gesund ernährt, darf sich ab und an auch ein Stück Kuchen gönnen. Dies stört den Körper weit weniger, als wenn Heißhungerattacken einen die ganze Torte verspeisen lassen.
Redaktion: Christine Langer
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Datum: 06.11.2009 - 13:36 Uhr
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