Rheinische Post: Geisterfahrer bei VW
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in einer existenziellen Krise, doch Vorstände wollen an ihren Boni
festhalten und nur symbolische Kürzungen zulassen. Dabei sind Boni,
wie der Name schon sagt, eine Vergütung für gute Leistungen. Genau
die hat VW 2015 nicht abgeliefert. Zudem gehen weitsichtige
Topmanager mit gutem Beispiel voran, wenn sie von Mitarbeitern und
Aktionären Sparprogramme verlangen. Die VW-Manager machen das
Gegenteil: Statt das Wohl des Konzerns haben sie nur ihr eigenes im
Blick. Das gilt auch für Aufsichtsrats-Chef Hans Dieter Pötsch, der
offenbar auf seinen Sonderzahlungen beharrt. Das zeigt erneut, dass
man Pötsch und VW-Chef Matthias Müller nie das Steuer hätte
überlassen dürfen. Sie sind Männer des alten Systems, das für
Vertuschung und Seilschaften steht. Sie verkörpern alles andere als
den Kulturwandel, den VW braucht. Anstatt sich in Demut zu kleiden,
um das Vertrauen von Behörden, Kunden, Mitarbeitern zurückzugewinnen,
halten sie die Taschen auf. Wann tauschen die Eigentümer die beiden
Geisterfahrer aus?
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Datum: 07.04.2016 - 19:42 Uhr
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