Kölner Stadt-Anzeiger: Kulturstaatsministerin Grütters kritisiert geplanten Kunstverkauf durch WDR scharf - "Kulturelle Glaubwürdigkeit des Senders schwer beschädigt"
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WDR wegen der für kommenden Juni geplanten Versteigerung von Teilen
seines Kunstbesitzes scharf kritisiert. Die kulturelle
Glaubwürdigkeit des WDR werde dadurch "schwer beschädigt", sagte
Grütters dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). "Ich
bedauere, dass in kurzer Zeitspanne nun zum wiederholten Mal in NRW
Kunstwerke wie Tafelsilber verscherbelt werden sollen, um
Haushaltslöcher zu stopfen", so die Ministerin wörtlich. Dies sei
nicht nur die denkbar phantasieloseste Haushaltspolitik, sondern
damit werde auch ein Tabubruch begangen. "Von einem Sender, der auf
seiner Homepage damit wirbt: 'Wir machen Lust auf Kultur in NRW',
kann man einen sensibleren Umgang mit seinem Kunstbesitz erwarten.
Wenn schon Kunst offensichtlich nicht mehr als ein Kreativitätsfaktor
im Sender geschätzt wird, sollte man die Kunstwerke wenigstens an
Museen des Landes ausleihen." Die NRW-Casinogesellschaft Westspiel
hatte 2015 zwei Bilder von Andy Warhol für rund 100 Millionen Euro
versteigern lassen. Dies hatte heftige Kritik in der Kunstszene und
auch bei Grütters ausgelöst.
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Datum: 08.04.2016 - 15:25 Uhr
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