DJV fordert faire Verhandlungen mit Zeitschriftenverlegern
ID: 134601
DJV fordert faire Verhandlungen mit Zeitschriftenverlegern
Berlin, 9.11.2009
Einstimmig haben die Delegierten des DJV-Verbandstags in Berlin heute die Versuche der Zeitschriftenverleger zurückgewiesen, die Lasten der Krise einseitig auf die Beschäftigten abzuwälzen. In einer Resolution sprachen sie sich für konstruktive Verhandlungen mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) aus und erteilten den Verlegerforderungen nach Tarifabsenkungen eine klare Absage. Sie stellten einen Frontalangriff auf die Flächentarifverträge dar. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen mit dem VDZ über einen neuen Manteltarifvertrag für die Zeitschriftenredakteure, die am 23. November in die zweite Runde gehen.
Zu Gesprächen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeitschriftenbranche sei der DJV selbstverständlich bereit, nicht aber zu flächendeckendem Tarifdumping.
Zu fairen Arbeitsbedingungen gehört für die DJV-Delegierten auch, dass der Missbrauch der Leiharbeit endlich gestoppt wird. Einmütig verabschiedeten sie eine Resolution, die vom neu gewählten Bundestag eine gesetzliche Zeitbeschränkung der Leiharbeit verlangt. Es "werden immer mehr Dauerarbeitsplätze in der Zeitungsbranche von Leiharbeitern besetzt. Dies ist vor allem deshalb ein unerträglicher Zustand, weil dadurch die grundgesetzlich verankerte Tarifautonomie ausgehebelt wird", heißt es in der Resolution wörtlich.
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner
Tel. 030/6831-30210,
Fax: (030) 6831-25314
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Datum: 10.11.2009 - 01:35 Uhr
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