neues deutschland: Politikwissenschaftler Rufübt Kritik an EU-Kooperation mit afrikanischen Diktatoren
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Zusammenarbeit der Europäischen Union mit afrikanischen Ländern wie
Somalia, Sudan, Äthiopien und Eritrea zur Flüchtlingsabwehr
kritisiert. Die Bemühungen Brüssels, "Flüchtende schon tausende von
Kilometern vor den EU-Grenzen am Verlassen ihres Landes zu hindern,
entspricht genau der zynischen Logik, Asylanträge um jeden Preis zu
verhindern", schreibt der Außenpolitikexperte in der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Mittwochausgabe).
Folterstaaten werden so zu idealen Partnern: "Weil Menschenrechte
dort nicht gelten, ist die Zusammenarbeit mit ihnen besonders
»effizient«", so Ruf, der an der Universität Kassel
Politikwissenschaft gelehrt hat. Bereits seit vielen Jahren
unterstützte die EU nordafrikanischen Staaten mit Geld, der Lieferung
von einschlägiger Technik wie Nachtsichtgeräten und Patrouillenbooten
dafür, dass sie die Flucht von Menschen über das Mittelmeer
verhindern. "So erspart man sich die Prüfung der Fluchtgründe, die ja
in einer Asylberechtigung münden könnte."
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Datum: 19.04.2016 - 15:03 Uhr
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