Tag des Lärms: Die neue Initiative "Rettet die Stille" fordert strengere Lärmschutzrichtlinien für Motorräder und Sportflugzeuge in Erholungs- und Wohngebieten / Dachverband für Lärmschutz geplant
ID: 1348704
Initiative "Rettet die Stille" die Gründung eines Bundesverbands an,
der sich für einen wirksameren Lärmschutz in Erholungs- und
Wohngebieten einsetzt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf
motorisierten Sportgeräten, von deren Betrieb nur wenige Personen
profitieren, deren Lärmemissionen aber eine große Anzahl von Menschen
belästigen. Ziel der Initiative ist es, ein Dach für die vielen
lokalen und regionalen Lärmschutzgruppen zu bieten und eine Lobby für
den Lärmschutz zu bilden.
Dass man Lärm eines Tages "ebenso unerbittlich wird bekämpfen
müssen wie die Cholera und die Pest", hat Nobelpreisträger Robert
Koch bereits im Jahr 1905 prophezeit. Lärm beeinträchtigt das
Wohlbefinden des Menschen und macht krank. Zermürbend und schwer
gesundheitsgefährdend ist Lärm dann, wenn man ihm nicht entweichen
kann, nicht einmal in Erholungs- oder Wohngebieten.
Fahrer von hochtourigen oder auf Lautstärke getunten Zweirädern
können ein ganzes Erholungsgebiet dauerhaft abwerten. Die aufgrund
der kostengünstigen Leichtflugzeuge stetig zunehmende Sportfliegerei
bedeckt mit ihren Flug- bzw. Motorengeräuschen ganze Landstriche mit
einem unangenehmen Lärmteppich, welcher aufgrund der oft kreisenden
Flugbahnen und der langsamen Geschwindigkeit für Minuten anhält, bis
der nächste Sportflieger kommt.
Die in vielen Bundesländern angewandte Freizeitlärm-Richtlinie
regelt nur Lärmgrenzen für stationäre Freizeitanlagen. Bei mobilen
Freizeit-Lärmquellen ist sie wirkungslos, insbesondere bei
motorisierten Sportgeräten wie Motorrädern, Privat- und
Leichtflugzeugen, Gyrocoptern, Motorbooten oder auch Sportwagen,
deren Auspuffanlagen ähnlich wie bei Motorrädern oft absichtlich auf
"satten" Sound getunt werden.
Die Initiative "Rettet die Stille" setzt sich dafür ein, dass der
technische Fortschritt in der Lärmvermeidung in eine kontinuierlich
strengere Gesetzgebung mündet und insbesondere die ruhesensiblen
Zeiten an Wochenend- und Feiertagen sowie die Mittags- und
Feierabendzeit vom motorisierten Sportlärm freigehalten werden. Mehr
Schutz vor motorisiertem Sportlärm könnte z.B. jetzt auch in die
baden-württembergische Koalitionsvereinbarung einfließen.
Ausdrücklich wendet sich die Initiative nicht gegen
Kinderspielplätze, Kinderlärm oder ähnlich gesellschaftlich
akzeptierte Lärmquellen.
Die Website der Initiative ist www.rettet-die-stille.de.
Pressekontakt:
"Rettet die Stille"
Kristian Raue
Telefon: 0761-888755-20
info@rettet-die-stille.de
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Datum: 25.04.2016 - 09:00 Uhr
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Freiburg
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
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