Bauhauptgewerbe im Februar 2016: Der gute Jahresstart setzt sich weiter fort - zweistellige Zuwachsr

Bauhauptgewerbe im Februar 2016: Der gute Jahresstart setzt sich weiter fort - zweistellige Zuwachsraten bei Auftragseingängen und Umsätzen.

ID: 1348795
(ots) - In der deutschen Bauwirtschaft setzt sich der
schwungvolle Jahresstart weiter fort: Wie der Hauptverband der
Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen
Zahlenbildes mitteilt, lag der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im
Februar um nominal 17,5 % über dem Vorjahresmonat und erreichte damit
den höchsten Februarwert seit fast 20 Jahren. Im Vergleich zum
Vormonat sind die Aufträge nach Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes allerdings um 1,5 % zurückgegangen (arbeitstäglich-,
saison- und preisbereinigt). In den ersten zwei Monaten lagen die
Ordereingänge um 14,6 % über dem Niveau des vergleichbaren
Vorjahreszeitraums.

Mittlerweile schlägt sich die gestiegene Nachfrage auch - dank der
milden Temperaturen - in den Büchern nieder: Die Bauunternehmen mit
20 und mehr Beschäftigten meldeten für Februar ein Umsatzplus von
nominal 12,1 %, damit ergibt sich für die ersten zwei Monate ein Plus
von 5,9 %. Der Hauptverband erwartet, dass sich diese Entwicklung in
den kommenden Monaten fortsetzt: Dank der seit Monaten steigenden
Auftragseingänge liegt die Reichweite der Bestände im
Branchendurchschnitt aktuell bei 3,2 Monaten, vor einem Jahr haben
die Bauunternehmen im Rahmen des ifo Konjunkturtests lediglich 2,7
Monate gemeldet. Dass die Unternehmen damit an ihre Kapazitätsgrenzen
stoßen könnten, sieht der Hauptverband nicht. Aufgrund der
gestiegenen Nachfrage investiert die Branche seit Jahren in neue
Anlagen und baut ihren Personalbestand auf. Auch für 2016 sind die
Investitions- und Beschäftigungspläne der Bauunternehmen positiv.

Alle Bausparten haben im Februar zugelegt - das stärkste Orderplus
wurde im Öffentlichen Bau ausgewiesen: Dieser stieg im Vergleich zum
Vorjahresmonat um nominal 27,9 % (Jan.-Feb.: + 22,9 %), dabei war der
stärkste Treiber der Sonstige Tiefbau mit einem Plus von 51,0 %


(Jan.-Feb.: + 15,0 %). Aber auch der Straßenbau legte zu (Feb.: +
21,7 %, Jan.-Feb.: + 31,9 %). Der Hauptverband führt dies auf die
zusätzlichen Bundesmittel für die Straße für den Zeitraum von 2016
bis 2018 in Höhe von 2 Mrd. Euro zurück. In den Büchern hat sich die
Entwicklung schon niedergeschlagen, der Umsatz stieg im Öffentlichen
Bau um 9,1 % (Jan.-Feb.: + 3,9 %), im Straßenbau sogar um 20,6 %
(Jan.-Feb.: + 7,2 %).

Die deutlichsten Umsatzzuwächse werden aber weiterhin im
Wohnungsbau erzielt - die Baubetriebe meldeten im Februar ein
Umsatzplus von 21,6 % (Jan.-Feb.: + 12,8 %). Auch die Nachfrage nach
Wohnraum ist ungebrochen: Die Auftragseingänge zogen im Februar um
17,3 % an (Jan.-Feb.: + 18,0 %). Die Bausparte profitiert nach wie
vor von den niedrigen Zinsen, der guten Arbeitsmarktlage und den
Wanderungsbewegungen. Entsprechend wurde im vergangenen Jahr der
(Neu- und Um-)Bau von über 300.000 Wohnungen genehmigt, so viele wie
seit der Jahrtausendwende nicht mehr.

Positive Signale kamen auch aus dem Wirtschaftsbau: Die Nachfrage
stieg im Februar um 8,4 % und der Umsatz lag um 9,3 % über dem Niveau
des Vorjahreswertes (Jan.-Feb.: + 6,4 % bzw. + 3,6 %). Besonders
stark gestiegen ist die Nachfrage im Wirtschaftshochbau (+ 11,9 %,
Jan.-Feb.: + 7,8 %), auch der Umsatz legte zu (+ 8,6 % bzw. + 0,9 %).
Demgegenüber fiel das Orderplus im Wirtschaftstiefbau trotz
zusätzlicher Bundesmittel für die Bahn mit 3,0 %
unterdurchschnittlich aus (Jan.-Feb.: + 4,3 %). Dagegen schlugen sich
die im vergangenen Jahr bereitgestellten zusätzlichen Bahnmittel
schon im Umsatz nieder: Dieser stieg im Februar um 10,6 % (Jan.-Feb.:
+ 9,1 %).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen
Bundesamtes. Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de



Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Leiter Kommunikation / Pressesprecher
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

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Datum: 25.04.2016 - 10:29 Uhr
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