NABU macht Barbara Hendricks zur "Bunte Meter"-Heldin
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der NABU, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Familien
aus dem Nachbarschaftsgarten "Menschenskinder" am heutigen Dienstag
"Bunte Meter" in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg gesät. So wachsen
demnächst auf zehn Quadratmetern heimische Wildblumen. Anlässlich des
Vogels des Jahres 2016 - dem Stieglitz - lädt der NABU mit der Aktion
"Bunte Meter für Deutschland" Bürger ein, gegen den Verlust des
Artenreichtums aktiv zu werden. Wildblumenstreifen anlegen,
Brachflächen erhalten oder Straßen- und Wegränder für die Natur
zurückgewinnen: Mit jedem "Bunten Meter" schaffen die Teilnehmer der
Aktion Lebensräume für Stieglitze, die sich vor allem von
Wildblumensamen ernähren, genauso wie für andere Singvögel, Bienen,
Schmetterlinge und andere Tierarten. Die Bundesumweltministerin reiht
sich damit ein in die "Bunte-Meter-Helden", die seit Oktober 2015 im
Rahmen der NABU-Aktion bereits knapp 220.000 Bunte Meter geschaffen
haben.
"Es gibt vielfältigen Nutzungsdruck auf urbane Grünflächen, diese
erfüllen aber auch wichtige Leistungen für den Arten- und
Biotopschutz. Geeignete öffentliche Flächen können eine hohe und
regionaltypische Vielfalt von naturnahen Lebensräumen und Arten
aufweisen", sagte Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer. Vorhandene
Möglichkeiten müssten genutzt werden, um die direkte Umgebung von
Wohngebäuden zu verbessern. Auch durch Entsiegelung, Hof- und
Gebäudebegrünung, Rückbau und Beruhigung von Straßen lasse sich in
Städten die Artenvielfalt erhalten und fördern.
"Viele Vögel unserer immer intensiver genutzten Agrarlandschaft
finden in Dörfern und Städten letzte Refugien, so auch der Stieglitz,
dessen bundesweite Bestände in den letzten 25 Jahren um fast die
Hälfte zurückgegangen sind. 60 Prozent des bundesweiten Bestandes
findet man heute im Siedlungsraum. Bunte Meter in der Stadt und auf
dem Land helfen der Art, sich von ihrem Bestandseinbruch zu erholen",
so Miller.
Auch der dramatische Rückgang an Insekten kann durch die Schaffung
von blütenreichen Wiesen verringert werden, da die Habitate wichtiger
Bestäuber wie Wildbienen unter anderem durch die Intensivierung der
Landwirtschaft mehr und mehr bedroht werden. Urbane Lebensräume wie
Wildblumenstreifen bilden so einen wichtigen Faktor für deren
Überleben.
Eine Ausstellung über den Vogel des Jahres kann beim NABU Berlin
ausgeliehen werden. Kontakt über Carmen Baden,
c.baden@NABU-Berlin.de, Tel. 030-9860837-18, https://berlin.nabu.de/
Mehr Infos:
www.NABU.de/buntemeter www.NABU.de/buntemeter-held
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Datum: 26.04.2016 - 09:30 Uhr
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