?Experteninterview: Es ist nie zu früh für den Hörtest.

?Experteninterview: Es ist nie zu früh für den Hörtest.

ID: 1350804

(firmenpresse) - (Mynewsdesk) FGH, 2016 ? Prof. Dr. Jürgen Kießling, bis 2014 Leiter der Audiologie der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Gießen, Fachautor zahlreicher Veröffentlichungen und selbst langjähriger Hörgeräteträger, über das Gehör, Lebensqualität und vorsorgliche Hörtests:

Viele Menschen warten zu lange, bis sie sich für ein Hörgerät entscheiden. Lauern darin eigentlich Gefahren für das Hörvermögen?

Prof. Kießling: Ja, definitiv. Wenn man es versäumt, eine Hörschwäche rechtzeitig auszugleichen, verlernt das Gehirn das Verstehen. Besonders die Fähigkeit, Sprache zu entschlüsseln, geht zurück und muss zum Teil erst wieder neu erlernt werden. Deshalb ist es besser, die Entscheidung für Hörgeräte nicht auf die lange Bank zu schieben.

Die Vorstellung, Hörgeräte zu tragen, verunsichert viele Betroffene erst einmal ? wird Schwerhörigkeit deshalb gerne verdrängt?

Prof. Kießling: Ich habe es täglich erlebt, dass Patienten, denen ich zu Hörgeräten geraten habe, sich dagegen sträuben. Wenn ich dann darauf hingewiesen habe, dass ich selbst welche trage, war die erste Frage nicht, ob ich mit den Hörgeräten zufrieden wäre. Nein, sie sagten: ?Das ist mir noch gar nicht aufgefallen!? Unauffällige Hörgeräte sind ihnen offenbar sehr wichtig.

Kann man gegen Hörprobleme nicht auch ohne Hörgerät Abhilfe schaffen?

Prof. Kießling: Bei jedem Patienten wird zuerst die Art der Hörstörung ermittelt und geschaut, welche Behandlung sich anbietet. Von etwa 15 Millionen in Deutschland, die von Hörproblemen betroffen sind, kann höchstens 5 Millionen medizinisch geholfen werden, allen anderen bieten Hörgeräte ausgezeichnete Möglichkeiten, die Defizite auszugleichen.

Lässt unser Hören im Alter eigentlich grundsätzlich nach?

Prof. Kießling: Ich kenne 80-Jährige, die gut hören und 50-Jährige, die es nicht tun. Denn unsere Hörfähigkeit ist primär von unserer genetischen Prägung, aber auch von der Summe aller äußeren schädigenden Einflüsse abhängig. Man sollte also bemüht sein, die schädlichen Faktoren, speziell laute Beschallung, zu minimieren. Dann hat man in Sachen Vorbeugung alles Mögliche getan. Den Rest - und das ist der stärkste Faktor - bestimmt die genetische Veranlagung.



Wie wichtig sind regelmäßige Hörtests?

Prof. Kießling: Sie sind sehr wichtig. Erste Anzeichen von Hörminderungen werden häufig nicht bemerkt. Aber je mehr man an Gehör verliert, desto höher ist auch der Verlust an Lebensqualität. In anderen Bereichen gehört die Vorsorge ja auch zum Standard.

Professionelle Hörtests sind bei den Partnerakustikern der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) kostenlos. Aufgrund der Ergebnisse erstellen die Hörexperten ein persönliches Hörprofil und beraten über die vielfältigen Möglichkeiten, eventuelle Probleme beim Hören und Verstehen auszugleichen. Deutschlandweit gibt es rund 1.500 FGH Partnerakustiker, die an dem Ohrbogen mit dem Punkt zu erkennen sind. Einen FGH Partner in der Nähe findet man unter  www.fgh-info.de. (http://www.fgh-info.de)

Verwendung und Nachdruck des Textes honorarfrei mit Quellennachweis: "FGH"


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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Bessere Kommunikation und mehr Lebensqualität durch moderne
Hörakustik - die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert bundesweit
und vermittelt Hörexperten


Deutschlandweit gehen Experten von rund 15 Millionen Menschen aus, die
nicht mehr einwandfrei hören. Wer aktiv etwas dagegen unternimmt, kann
ohne größere Einschränkungen am täglichen Leben, das von Hören und
Verstehen geprägt ist, teilnehmen. Tatsächlich sind es aber nur rund 3
Millionen Menschen, die mit der modernern Hörakustik ihre
Höreinschränkungen kompensieren.


Das sind viel zu wenig, sagen einstimmig die Fachleute aus Medizin und
Hörakustik. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bleibt für die
Betroffenen meistens nicht ohne Folgen. Die häufigen Missverständnisse
führen zu Konflikten und schließlich zu Stress und Versagensängsten. Die
Ursachen liegen in den meisten Fällen in schleichenden
Verschleißerscheinungen des Innenohres. Diese lassen sich mittels
moderner Hörakustik kompensieren.


Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) betreibt deshalb im Rahmen
gesundheitlicher Vorsorge bundesweit Aufklärungsarbeit über gutes Hören
und organisiert zusammen mit ihren Partner-Akustikern Informations- und
Hörtest-Aktionen. Die FGH versteht sich als Ratgeber für Menschen mit
Hörminderungen und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die an
gutem Hören interessiert sind. Auch für Fachleute und Journalisten ist
die FGH eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Informationen rund ums
Hören und um die Hörakustik geht.


Freiwillige Mitglieder in der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind
deutschlandweit rund 1.500 Meisterbetriebe für Hörakustik. Das
gemeinsame Ziel der FGH Partner ist es, Menschen mit Hörproblemen wieder
zu gutem Hören zu verhelfen. Voraussetzung dafür ist die Stärkung des
Hörbewusstseins in der Öffentlichkeit. Dazu zählt auch die Bedeutung
guten Hörens für die individuelle Lebensqualität. Wer gut hört, kann
aktiv und ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
Hören bedeutet nicht nur besser verstehen, sondern auch besser leben.


Das große Hörportal http://www.fgh-info.de
bietet einen umfassenden Überblick zum Thema. Dort können auch
weiterführende Informationen bestellt und schnell ein FGH Partner in
Wohnortnähe gefunden werden. So einzigartig wie das Hören des Einzelnen,
so individuell ist auch die persönliche Beratung. Wer sich für gutes
Hören und die moderne Hörsystemanpassung interessiert, sollte das
Gespräch mit seinem FGH Partner suchen. Die Mitgliedsbetriebe der
Fördergemeinschaft stehen für eine große Auswahl von Hörlösungen, faire
und umfassende Beratung und höchste Qualität. Die Partnerbetriebe der
Fördergemeinschaft Gutes Hören sind am gemeinsamen Zeichen, dem
Ohr-Symbol zu erkennen.

Fördergemeinschaft Gutes Hören im Internet:
http://www.fgh-info.de



PresseKontakt / Agentur:

Fördergemeinschaft Gutes Hören
Karsten Mohr
Königstraße 5
30175 Hannover
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Datum: 28.04.2016 - 12:40 Uhr
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