Was würde uns das Ende des Schengener Abkommens kosten? - Thema im 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro"
ID: 1350812
Freitag, 29. April 2016, 21.00 Uhr,
Erstausstrahlung
Keine Grenzen in Europa - das Schengener Abkommen galt als der
Meilenstein der europäischen Integration. Doch einige Staaten haben
wegen der Flüchtlingskrise zeitweise wieder Grenzkontrollen
eingeführt. Zwischen Deutschland und Österreich sollen sie bis Mitte
Mai wieder aufgehoben werden. In der Zwischenzeit rüstet Österreich
aber seine Grenze zu Italien am Brenner auf.
Das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" fragt in der Sendung "Schengen
in Gefahr" am Freitag, 29. April, 21.00 Uhr, ob die Grenzkontrollen
in der EU das Ende des Schengener Abkommens bedeuten und wie groß der
wirtschaftliche Schaden durch solche Grenzkontrollen für Europa ist.
"Gesamtwirtschaftlich betrachtet sind die Kosten gering, solange die
Personenkontrollen wie jetzt auf einzelne Grenzabschnitte beschränkt
bleiben. Es geht um Bruchteile von einem Prozent des
Bruttoinlandsproduktes", sagt der Studiogast Matthias Lücke,
Volkswirtschaftler am Institut für Weltwirtschaft an der Universität
Kiel, in einem Vorab-Interview auf 3sat.online. Im Schengen-Raum
ginge es darum, die Identität der Reisenden zu prüfen - wenn dies
effizient geschehe, würde das nicht mehr Zeit beanspruchen, als eine
Autobahnmaut zu bezahlen.
Die Europäische Union ist sich zurzeit in vielen Dingen uneinig.
Die Staaten haben keine gemeinsame Lösung dafür, wie mit den
Flüchtlingen umgegangen werden soll. Die schnelle Lösung sind Zäune
und Grenzkontrollen. Allmählich geht einer der schönsten und
greifbarsten Beweise für die Existenz des gemeinsamen europäischen
Raums den Bach hinunter. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker
warnte die Mitglieder vor dem Schließen der Grenzen. Schengen würde
sich langsam, aber sicher zu Grabe tragen. Juncker betont, dass dann
am Ende auch der europäische Binnenmarkt und der Euro keinen Sinn
mehr machen würden.
Es moderiert Eva Schmidt.
Auf http://www.3sat.de/?186456 ist das vollständige Interview mit
Matthias Lücke ab sofort nachzulesen.
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Datum: 28.04.2016 - 12:24 Uhr
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