Alle Schnäbel voll zu tun! Der Rotmilan baut jetzt Nester für den Nachwuchs / Deutsche Wildtier Stiftung: Jeder Jungvogel zählt
ID: 1353581
Bei dem rostroten Segler kommt es auf jeden Jungvogel an, denn in den
letzten Jahrzehnten hat die Anzahl der Brutpaare in Deutschland um
etwa ein Drittel abgenommen. Erfolgreiche Bruten sind wichtig! Die
Greifvögel sind jetzt vielen Gefahren ausgesetzt: Störungen durch
Forstarbeiten, Veränderungen in der Landnutzung und damit bei den
Nahrungsflächen der Vögel, aber auch Windkraftanlagen und Nesträuber
wie der Waschbär machen ihnen das Überleben schwer.
"Der fliegende Baumeister hat momentan alle Schnäbel voll zu tun.
Kein anderer Vogel baut sein Nest so erfinderisch wie der
Thermiksegler mit dem Gabelschwanz", erklärt Peer Cyriacks, Biologe
der Deutschen Wildtier Stiftung. "Auf den ersten Blick sehen die
Nester von Rotmilanen zwar wie gewöhnliche Greifvogelnester aus, die
in den Kronen beliebiger Baumarten in etwa zehn Metern Höhe stecken."
Oft suchen Rotmilan-Paare ihre Nester aus dem letzten Jahr auf, die
sie mit Hingabe ausbessern und erweitern. Im Gegensatz zu
strukturierten Nestbauern sind Rotmilane aber eher "schlampige"
Architekten: "Eingebauter Müll wie Stofffetzen, Plastik und Papier,
alte Handschuhe, verlorene Plüschtiere und Tennisbälle hat man schon
im Horst gefunden", sagt Cyriacks. Dieser kreative Baustil ist selbst
für Laien leicht zu erkennen: Aus dem Nest ragen die ungewöhnlichen
Baumaterialien häufig gut sichtbar heraus.
Das Nest ist während der Jungenaufzucht der Lebensmittelpunkt
aller Vögel - und wie alle Vögel braucht der Rotmilan Ruhe, um seine
Küken großzuziehen. Gerade bei ihm sind erfolgreiche Bruten so
wichtig! Die Bestände in Ostdeutschland, vor allem in Brandenburg und
Sachsen-Anhalt, gehen kontinuierlich zurück.
Das Projekt "Land zum Leben", in dem die Deutsche Wildtier
Stiftung mit Partnern wie dem Deutschen Verband für Landschaftspflege
und dem Dachverband deutscher Avifaunisten die Lebensbedingungen des
Vogels verbessert, setzt daher vor allem auf den Nestschutz.
Zwischen April und Juli sorgen Schutzzonen in einem Umkreis von
100 bis 300 Metern kreisförmig um die Nester für eine sichere Brut.
In dieser Zeit sollten land- und forstwirtschaftliche Arbeiten mit
Maschinen unterbleiben. Zusätzlich bringen Projektmitarbeiter
Baummanschetten an, die "Eierdiebe" wie Waschbären und Marder
abhalten. Wenn alles gut läuft, schlüpfen zwei bis drei Jungvögel pro
Nest und werden nach 50 Tagen flügge. Ab Juli kann man dann Familie
Rotmilan gemeinsam am Himmel segeln sehen.
Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de
Pressekontakt:
Eva Goris, Pressesprecherin, Christoph-Probst-Weg 4, 20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13, Fax 040 9707869-19,
E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de
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Datum: 05.05.2016 - 09:05 Uhr
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