Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Philippinen
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den Philippinen:
Die 100 Millionen Einwohner der ersten Demokratie Südostasiens
sind längst nicht mit den teilweise bizarren Vorstellungen des
künftigen Präsidenten einverstanden. Aber die knapp 40 Prozent, die
Rodrigo Duterte trotzdem gewählt haben, wollten eine Botschaft an die
Mächtigen in Manila schicken: Es darf nicht mehr so weitergehen wie
seit dem Sturz von Diktator Ferdinand Marcos im Jahr 1986. Just die
vergangenen sechs Jahre unter Präsident Benigno Aquino, die noch zu
den besten seit drei Jahrzehnten gehörten, haben zur Abkehr vom
Establishment beigetragen. Vom Wirtschaftswachstum kam so gut wie
nichts bei der Masse der Einwohner an. Das Geld wurde ebenso unter
den Privilegierten aufgeteilt wie die politische Macht. Demokratie
ohne sozialen Ausgleich erfüllt ihren Anspruch nicht. Falsche
Heilsbringer wie Duterte sind das Ergebnis.
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Datum: 10.05.2016 - 16:43 Uhr
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