Rheinische Post: Städte beklagen Kostenexplosion für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf 2,7 Milliarden
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Aufwendungen für junge Flüchtlinge hat der Deutsche Städte- und
Gemeindebund ein neues Handlungskonzept in der Flüchtlingsbetreuung
gefordert. "Die Kosten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
explodieren", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd
Landsberg, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"
(Dienstagausgabe). Weil pro Monat pro minderjährigem Flüchtling 3000
bis 5000 Euro fällig würden, müssten die Kommunen für die derzeit
über 65.000 jugendlichen Flüchtlinge schon schätzungsweise 2,7
Milliarden Euro zahlen. "Es macht überhaupt keinen Sinn, dass für die
jungen Flüchtlinge die gleichen Bedingungen gelten sollen wie bei der
Jugendhilfe für schwer Erziehbare", sagte Landsberg. So bräuchten sie
keinen Sozialarbeiter, der sich rund um die Uhr um sie kümmere. "Die
Kommunen fordern daher ein maßgeschneidertes Handlungskonzept für die
Integration speziell der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge",
sagte der Hauptgeschäftsführer. Damit könne bei sinkenden Kosten der
Kommunen den Betroffenen gezielter und besser geholfen werden.
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Datum: 17.05.2016 - 04:00 Uhr
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