Westfalenpost: Harald Ries zur EU-Atompolitik

Westfalenpost: Harald Ries zur EU-Atompolitik

ID: 1357528
(ots) - Das Papier sei nur eine Diskussionsgrundlage, sagt
die EU-Kommission. Und sie wolle den Mitgliedsstaaten nichts
vorschreiben. Dennoch ist der Gegensatz bemerkenswert: Während
Deutschland den Atomausstieg vorantreibt, will die Brüsseler Behörde
nukleartechnisch erst richtig loslegen. Sinnvoll koordinierte
Strategiepolitik sieht anders aus. Es gibt Gründe für die EU-Ideen:
Abhängigkeit von russischem Gas macht erpressbar. Kernkraft ist fürs
Klima besser als Kohle. Wenn die Deutschen ihre Energiewende nicht
mit einem Tsunami begründet, weniger spontan und einseitig ins Werk
gesetzt, sondern mit den Nachbarn koordiniert hätten, wäre Brüssel
eher bereit, Berliner Ideen ins Kalkül zu nehmen. Aber das alles
macht die Pläne nicht überzeugender. Rein ökonomisch betrachtet, gibt
es nichts Günstigeres als Atomstrom aus abgeschriebenen
Alt-Reaktoren. Aber neue? Die haben sich stets nur dank großzügiger
staatlicher Forschungsgelder rentiert und weil bei Risiken und
Entsorgung am Ende doch der Steuerzahler einspringt. Nein: Der
Umstieg auf Erneuerbare ist, auch wenn man am deutschen Management
viel Kritikwürdiges entdecken kann, langfristig wirtschaftlich
sinnvoller. Politisch, ökologisch und sicherheitstechnisch sowieso.
Die EU-Kommission sollte sich besser darauf konzentrieren, den Umbau
in diese Richtung zu koordinieren und darauf hinzuwirken, dass marode
belgische Anlagen vom Netz gehen. "Zurück zum Atom" ist keine Losung,
die wieder mehr Begeisterung für Europa wecken könnte. Zugegeben: Für
die derzeitige tiefe Krise der Union sind in erster Linie die
Egoismen der Nationalstaaten verantwortlich. Aber etwas mehr Gespür
für zukunftsträchtige Themen wäre Brüssel doch zu wünschen.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalen-Blatt: zur Landwirtschaftskrise Westfalenpost: Lorenz Redicker zur Debatte um das Renten-Niveau
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.05.2016 - 21:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1357528
Anzahl Zeichen: 1997

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 401 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Harald Ries zur EU-Atompolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Westfalenpost: Lorenz Redicker zur Debatte um das Renten-Niveau ...
Die Rente ist sicher, plakatierte vor 30 Jahren Minister Blüm. Eine Aussage über die Rentenhöhe beinhaltete der Spruch nicht, insofern ist er nicht so falsch wie oft suggeriert. Aber darauf kommt es an: Reicht die Rente für ein auskömmliches Leben? Für die Mehrzahl der Ruheständler lässt

Westfalen-Blatt: zur Landwirtschaftskrise ...
Was ist das nun? Eine Spätfolge der so oft kritisierten Milchseen und Butterberge? Oder der Preis für die Marktwirtschaft? Viele Milchbauern leben nicht mehr, sie überleben nur noch. Preise unter 30 Cent, die sie noch vor Jahren auf die Straßen trieben, reichen zwar auch kaum, um einen mitte

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Rente ...
Eines ist sicher: Die Rentenkasse füllt sich nicht von alleine. Daran zu erinnern, ist dennoch schon nicht ganz einfach. Noch schwieriger ist es, über die Konsequenzen, die aus dem Satz folgen, öffentlich nachzudenken. Am schwierigsten aber ist es, als Politiker der Versuchung zu widerstehen,

Stuttgarter Nachrichten: zum VfB Stuttgart ...
Man mag die Trennung von Robin Dutt bedauern oder begrüßen. Klar ist jedenfalls: Von jetzt an gibt es auch für das Kontrollgremium keine Alibis mehr. Bitte liefern! Der VfB Stuttgart geht ohne Lasten der Vergangenheit in die neue schwere Zeit. Bis auf Weiteres aber auch ohne Präsident und Spo


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z