Habeck bremst Energiewende aus
ID: 1359206
Streckung des geplanten Ausbaus der Windkraft in Schleswig-Holstein
um weitere zehn Jahre. Die Windbranche zeigt sich irritiert. "Wenn
Herr Habeck sagt, dass er noch zehn Jahre länger braucht, um drei Mal
mehr Strom aus Erneuerbaren Energien zu produzieren als im Land
verbraucht wird, ist das zum einen den Folgen des OVG-Urteils
geschuldet. Andererseits kommt er damit der Politik des
Bundeswirtschaftsministers Gabriel entgegen, der das Ausbremsen aller
erneuerbaren Energien plant", so Nicole Knudsen, Leiterin der BWE
Landesgeschäftsstelle. "Tatsächlich schaffen wir es so nicht, die
vorgegebenen Klimaziele zu erreichen. Wenn wir in dem Tempo weiter
machen wie in den vergangenen 18 Monaten, brauchen wir rund 150
Jahre, um das 2-Grad-Klimaziel von Paris zu erreichen - das kann
nicht das Ziel einer grünen Politik sein", so Knudsen weiter.
Tatsächlich scheint die Branche schon viel weiter zu sein als die
Politik. Strom, der nicht eingespeist werden kann, wird für Mobilität
und Wärme dringend benötigt. Sollen auch diese beiden Sektoren CO2-
und atommüllfrei bedient werden, reicht es aus, einige wenige
Paragraphen zu präzisieren. Dann könnte die Windbranche sofort damit
starten, Schleswig-Holstein zum echten Modellland für die Nutzung
sauberen Stroms in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität zu
machen. Die Menschen und die Branche wollen die Energiewende, nicht
die Stromwende. Knudsen: "Wir fordern die Politik auf, die
erneuerbaren Energien endlich in die Märkte zu lassen. "Was wir
brauchen ist eine verlässliche Politik, die Tempo macht und nicht auf
der Bremse steht".
Pressekontakt:
Bundesverband Windenergie
Nicole Knudsen
Leiterin Landesgeschäftsstelle Schleswig-Holstein
Tel.: (04841) 663210
E-Mail: n.knudsen@wind-energie.de
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Datum: 22.05.2016 - 10:09 Uhr
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Energie & Umwelt
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