Streichung der Heizwertklausel im Kreislaufwirtschaftsgesetz geplant
ID: 1359302

(PresseBox) - Das deutsche Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) enthält einen Prüfauftrag, wonach die Notwendigkeit des Heizwertkriteriums bis Ende 2016 erneut hinterfragt werden soll. Das Bundesumweltministerium legt dazu den Entwurf einer Gesetzesänderung vor, mit dem das Heizwertkriterium in § 8 Abs. 3 Satz 1 KrWG ersatzlos gestrichen werden soll. Betroffen sind vor allem Abfallerzeuger und Besitzer von gefährlichen Abfällen sowie Betreiber von immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtigen Anlagen, die dann jeweils die beste Umweltoption (energetische/stoffliche Verwertung) ermitteln und begründen müssen.
Die bisherige Heizwertklausel besagt, dass die energetische Verwertung einer stofflichen Verwertung gleichrangig ist, wenn der Heizwert des einzelnen Abfalls, ohne Vermischung mit anderen Stoffen, mindestens 11.000 Kilojoule pro Kilogramm beträgt (soweit der Vorrang oder Gleichrang der stofflichen oder energetischen Verwertung nicht in einer Rechtsverordnung festgelegt ist).
Diese pauschale Regelung widerspricht nach Einschätzung der EU-Kommission (und Teilen der deutschen Entsorgungswirtschaft) der fünfstufigen europäischen Abfallhierarchie, nach der die stoffliche Verwertung in der Regel Vorrang haben müsste. Auf der Grundlage eines neuen umfangreichen Gutachtens schließt sich die Bundesregierung nun offenbar dieser Rechtsauffassung de facto an.
Wenn die Heizwertklausel gestrichen wird, muss ein Abfallerzeuger ggf. im Einzelfall belegen, dass eine geplante energetische anstatt einer stofflichen Verwertung dieser gleichrangig ist bzw. die beste Umweltoption darstellt (z. B. aufgrund zu hoher Schadstoffgehalte). Dabei ist auch zu berücksichtigen, was technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.
Betroffen sind in erster Linie Abfälle aus der chemischen Industrie, außerdem ggf. Gewerbeabfälle, Kunststoffe, Altreifen, Sperrmüll und ähnliche Abfälle mit relativ hohem Heizwert. Zu betonen ist, dass eine energetische Verwertung durch die geplante Gesetzesänderung nicht generell untersagt, sondern nur im Einzelfall ggf. erschwert werden wird. Unklar ist noch, wie groß der Dokumentations- und Begründungsaufwand für Abfallerzeuger werden wird, da dies maßgeblich vom Vollzug abhängt.
Der Gesetzentwurf mit seiner Begründung kann per E-Mail bei der IHK Saarland, ? ute.stephan@saarland.ihk.de angefordert werden.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 23.05.2016 - 07:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1359302
Anzahl Zeichen: 2434
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Saarbrücken
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 633 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Streichung der Heizwertklausel im Kreislaufwirtschaftsgesetz geplant"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Stimmung in der Saarwirtschaft hat sich im August wieder eingetrübt. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Lage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Nachdem sich die Geschäftslage sieben Monate in Folge verbessert hatte, gab der IHK-Lageindikator
Auftragsmangel und hohe Kosten belasten die Unternehmen ...
Die Stimmung in der Saarwirtschaft hat sich im August wieder eingetrübt. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Lage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Nachdem sich die Geschäftslage sieben Monate in Folge verbessert hatte, gab der IHK-Lageindikator
Ausbildungsplatz-Messe„Zukunft zum Anfassen“ ...
Unter dem Motto „Zukunft zum Anfassen“ laden die Wirtschaftsjunioren Saarland am Samstag, 22. August, von 9 bis 16 Uhr zur Ausbildungsplatzmesse in die Saarbrücker Congresshalle ein. Auf der saarlandweit größten Messe für die berufliche Ausbildung präsentieren sich rund 100 Unternehmen un
Weitere Mitteilungen von Industrie- und Handelskammer des Saarlandes
Habeck bremst Energiewende aus ...
Energieminister Robert Habeck (Grüne) verkündete die Streckung des geplanten Ausbaus der Windkraft in Schleswig-Holstein um weitere zehn Jahre. Die Windbranche zeigt sich irritiert. "Wenn Herr Habeck sagt, dass er noch zehn Jahre länger braucht, um drei Mal mehr Strom aus Erneuerbaren Ener
meteocontrol und Phoenix Solar gehen strategisches Bündnis in der MENAT-Region ein ...
Shunfeng International Clean Energy Limited ("SFCE" oder das "Unternehmen", HK-Aktiencode: 1165), ein globaler Anbieter von integrierten sauberen Energielösungen, gab heute bekannt, dass seine Tochtergesellschaft meteocontrol, einer der führenden globalen Anbieter von Überw
Energie dreifach genutzt: Beispielhafte KWKK-Projekte ...
Energie dreifach nutzen - wer träumt nicht davon? Anlagen, die das Prinzip der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) verwenden, können dies bereits realisieren. Dabei wird die im Brennstoff enthaltene Energie genutzt, um daraus Wärme, Strom und Kälte bereitstellen. Realisiert wir
Energiesysteme 360° kooperiert künftig eng mit der neovoltaic AG, einer der bedeutensten Energiespeicher-Hersteller Europas ...
Das Unternehmen Energiesysteme 360° hat neben seinem strategischen Partner Dipl. Ing. Christian Rosin ? ehemaliger Manager der ThyssenKrupp ? einen weiteren wichtigen Partner gefunden. Die Kooperation mit der neovoltaic AG wird nicht nur das bestehende Wachstum steigern, sondern ermöglicht Energi




