Arktisschutz: Greenpeace erreicht Selbstverpflichtung von Iglo, McDonald's und Fischereiunternehmen /
Keine Ausdehnung der Fischerei in sensible arktische Gewässer
ID: 1360473
aus bisher eisbedeckten Gewässern der norwegischen Arktis verzichten
ab heute Anbieter wie Iglo und McDonald's sowie einige der
weltgrößten Fischereiunternehmen. Sie haben eine von Greenpeace
geforderte Selbstverpflichtung unterschrieben. Diese gilt für ein
Gebiet in der nördlichen Barentssee, das in etwa doppelt so groß ist
wie Frankreich. "Das ist ein beispielloser Schritt und
außergewöhnlicher Erfolg, um ein großes Meeresgebiet in der Arktis zu
schützen", sagt Larissa Beumer, Arktis-Expertin von Greenpeace. "Die
norwegische Regierung hat bislang beim Schutz dieser Gewässer
versagt. Sie muss jetzt zur Industrie aufschließen und das Gebiet
permanent unter rechtlichen Schutz stellen." Zur Vereinbarung:
http://bit.ly/25kWx34
Derzeit sind Meeresgebiete, die bisher durch Meereis bedeckt
waren, nicht gesetzlich geschützt. Eine im März vorgestellte
Greenpeace-Untersuchung zeigt, dass industrielle Fischereiflotten mit
Grundschleppnetzen immer weiter in abgelegene Gebiete der nördlichen
Barentssee vordringen, je weiter das Meereis abschmilzt. Die Gewässer
rund um die Inselgruppe Spitzbergen beheimaten Kaltwasserkorallen,
Walarten wie Belugas, Finn- und Grönlandwale, Eisbären, Walrösser und
einige der weltweit größten Kolonien von Seevögeln wie etwa
Papageitaucher und Lummen. Durch den Kabeljau-Fang mit schweren
Grundschleppnetzen wird der Meeresboden stark geschädigt - mit
gravierenden Konsequenzen für das ganze Ökosystem.
Vom Fang bis auf den Teller: keine Arktis-Zerstörung durch
Kabeljau-Fischerei
Erstmals schränkt die Fischereiindustrie mit dieser Verpflichtung
freiwillig ihre Aktivitäten in der Arktis ein. Unterzeichnet haben
sowohl Fiskebåt, die Vereinigung der gesamten norwegischen
Hochsee-Fischereiflotte, wie auch die Karat Group, einer der größten
Fischereikonzerne Russlands. Fangflotten, die dennoch ihre
Kabeljau-Fischerei in diese Gebiete ausdehnen, werden in Zukunft den
Fang nicht mehr an die großen Fischverarbeiter und Endabnehmer
verkaufen können. Dafür sorgt die Zusage großer Verarbeiter wie Iglo,
Bird's Eye, Findus, Young's Seafood, Icelandic Seachill und Espersen
- dem größten Verwerter von gefrorenem Fisch in Europa. Auch die
weltweit drittgrößte Handelskette Tesco und die Fast-Food-Kette
McDonald's schließen sich neben anderen der Verpflichtung an.
Etwa 70 Prozent des weltweit verkauften Atlantischen Kabeljaus
stammt aus der Barentssee. Die Industrie muss die Vereinbarung nun
implementieren. "Greenpeace wird selbstverständlich die Umsetzung in
Verhandlungen begleiten und überwachen", so Beumer.
Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Larissa Beumer
unter Tel. 0171-1287207 oder Pressesprecherin Antje Rudolph unter
Tel. 0151-42261551. Foto- und Kartenmaterial erhalten Sie unter
http://bit.ly/1sMZPv6 und Tel. 040-30618-376. Greenpeace-Bericht zur
industriellen Fischerei: http://bit.ly/1TRioHq
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, E-Mail
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf
Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.05.2016 - 07:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1360473
Anzahl Zeichen: 3534
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Amsterdam/Hamburg
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 400 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Arktisschutz: Greenpeace erreicht Selbstverpflichtung von Iglo, McDonald's und Fischereiunternehmen /
Keine Ausdehnung der Fischerei in sensible arktische Gewässer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hamburg (voices) Anike Peters, Energieexpertin (Greenpeace) zum Themen-Impuls: „Auf zum Atomstrom oder Go Green - was hilft wirklich in der Energiekrise?". Pressekontakt: Sonka Terfehr +491755891718 sonka.terfehr@greenpeace.org Copyright: Greenpeace e.V. / Die Verwendung dieses Videos
Greenpeace-Recherche: Russlands Schattenflotte fährt deutlich häufiger durch deutsche Hoheitsgewässer / Marode Öltanker umgehen schwedische Kontrollen in der Ostsee ...
30. 6. 2026 - Die Zahl der überalterten und schlecht gewarteten Tanker, die russisches Rohöl durch deutsche Gewässer transportieren, ist in den vergangenen Monaten sprunghaft gestiegen, zeigt eine neue Greenpeace-Recherche. Zwischen dem 6. März und dem 16. Juni wählten 42 von insgesamt 136 Tank
Tempo 30 – für sichere Straßen ...
Hamburg (voices) Marissa Reiserer, Mobilitäts-Expertin (Greenpeace) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Gregor Kessler gregor.kessler@greenpeace.org Copyright: Greenpeace e.V. / Die Verwendung dieses Vi
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
restracon auf der IFAT 2016 ...
PRESSEMITTEILUNG 24.05.2016 restracon auf der IFAT 2016 Im zweiten Quartal 2016 beteiligt sich restracon am Rahmenprogramm der IFAT, die von 30. Mai bis 3. Juni in München stattfindet. Die IFAT ist die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Mit mehr als 3.000 A
Leistungsschau stellt innovativste Umweltprojekte Deutschlands vor ...
Bundespräsident und DBU laden zur "Woche der Umwelt" am 7./8. Juni - 200 Aussteller - Sechs Haupt-, 80 Fachforen Tobias Berghaus, Geschäftsführer des Messespezialisten L&S aus dem westfälischen Riesenbeck, ist beruflich einiges gewohnt. "Aber die Organisation einer Groß
Erstes deutsches Klima Camp startet Ende Juni / Bundesumweltministerin Barbara Hendricks als Diskussionsgast / Jugendliche und junge Erwachsene im Dialog mit der Wirtschaft (FOTO) ...
Ende Juni startet das erste deutsche Klima Camp. Auf Initiative der Deutschen Klima Stiftung (DKS) treten die 16- bis 24-jährigen Teilnehmer während des einwöchigen Klima Camps nicht nur in intensiven Dialog mit Vertretern der deutschen Wirtschaft, sondern entwickeln in Workshops auch Vis
Netafim(TM) unternimmt bedeutenden Schritt zur Steigerung der Investitionen in China ...
Global führendes Unternehmen für intelligente Bewässerungslösungen eröffnet neue Produktionsanlage, um der wachsenden Nachfrage nach wassersparenden Lösungen nachzukommen Netafim (http://www.netafim.com), das international führende Unternehmen für intelligente Bewässerungslösung




