Das eigene Zuhause smart machen: kostenloser Online-Kurs auf openHPI
ID: 1362842
vernetzen kann, zeigt ein neuer Online-Kurs auf openHPI, der
interaktiven Bildungsplattform des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Am
Montag, 6. Juni, startet dort der kostenlose, dreiwöchige
Online-Workshop "Embedded Smart Home". Die Dozenten des MOOC (Massive
Open Online Course) sind die am HPI tätigen Doktoranden Jan Renz,
Matthias Bauer und Martin Malchow. Schon jetzt wollen über 4.800
Online-Lerner bei dem Kurs mitmachen und das "Internet der Dinge" in
ihr Zuhause holen. Interessenten können sich hier anmelden:
https://open.hpi.de/courses/smarthome2016.
Technologische Basis für die Kommunikation der einzelnen Sensoren,
Antriebselemente und Displays ist der Minicomputer Raspberry Pi. "Der
preiswerte Ein-Chip-Rechner ist nicht nur bei Hobbybastlern beliebt,
sondern wird mittlerweile auch von zahlreichen Unternehmen
eingesetzt", so HPI-Wissenschaftler Bauer. Der Raspberry Pi könne wie
große und teure Computer ebenfalls Software ausführen sowie Daten
speichern, senden und empfangen.
"Wir zeigen im Laufe des Workshops, wie mit wenig Equipment
einfache Basisfunktionalitäten eines Smart Home umgesetzt werden
können. So versetzen wir die Teilnehmer in die Lage, selbst eine
komplexe Gesamtlösung zu konzipieren", ergänzt Doktorand Bauer. Im
Anschluss solle es beispielsweise möglich sein, ein elektronisches
Garagentor so zu programmieren, dass es sich öffnet, sobald sich das
eigene Auto nähert. Auch der intelligente Backofen könne per Handy
angeschaltet werden, während noch im Supermarkt eingekauft wird.
HPI-Informatiker Renz betont, dass es einerseits darum gehe die
Nutzer zum Ausprobieren zu ermutigen. "Andererseits ist es unser
primäres Ziel, ein Verständnis für die Technologien und Zusammenhänge
zu vermitteln, die hinter den Schlagwörtern 'Smart Home' oder
'Industrie 4.0' stecken", betont der Dozent. Da für die Aufgaben die
Programmiersprache Python verwendet werde, sollten die Teilnehmer
laut Renz schon grundlegendes Vorwissen mitbringen. Das lasse sich
beispielsweise mithilfe zurückliegender Kurse auf openHPI im
Archivmodus wieder auffrischen.
Während der Konzeption des Kurses stand laut Malchow der
Praxisbezug im Vordergrund. "Wir geben zu Beginn des Workshops sehr
konkrete Tipps, welche Ausrüstung sinnvoll ist, um die gezeigten
Projekte selbst nachzubauen", erzählt der Potsdamer
Informatikwissenschaftler. Unter den Empfehlungen seien
beispielsweise Temperatur-, Feuchtigkeits- und Fenstersensoren sowie
LCD-Displays. Mitmachen könne man aber auch ohne eigene Hardware:
"Wir bieten den Lernern an, online den eigenen Code auf einem von uns
zur Verfügung gestellten Hardware-System auszuprobieren", erklärt
Malchow.
Hintergrund zu www.open.HPI.de
openHPI bietet seine kostenlosen, für jeden frei zugänglichen
Online-Kurse zu Themen der Informationstechnologie seit September
2012 an. Über 284.000 Einschreibungen von gut 121.000 Nutzern aus
etwa 180 Ländern sind derzeit auf openHPI registriert. Mehr als
35.000 Zertifikate konnten bereits für erfolgreiche Lernende
ausgestellt werden. Sämtliche Onlinekurse, die bislang auf Deutsch,
Englisch und Chinesisch auf der Plattform angeboten wurden, sind auch
im Archivmodus jetzt noch jederzeit nutzbar, allerdings ohne Prüfung
und Zertifikat. Die Internet-Bildungsplattform openHPI ist dadurch
weltweit einzigartig, dass sich die Inhalte auf
Informationstechnologie und Informatik konzentrieren und die Kurse
sowohl in deutscher, englischer und chinesischer Sprache angeboten
werden. Im Unterschied zu "traditionellen" Vorlesungsportalen folgen
die Kurse bei openhpi.de einem festen sechswöchigen Zeitplan - mit
definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests,
regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die
Angebote mit einem Forum, in dem sich die Teilnehmer mit den
Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und
weiterführende Themen diskutieren können.
Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH
(https://hpi.de) in Potsdam ist Deutschlands universitäres
Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges
Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und
Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - ein besonders
praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das
von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere
Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig.
Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen elf
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen
für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings
stets auf Spitzenplätze.
Pressekontakt HPI:
presse@hpi.de
Felicia Flemming, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 0331 55 09-274
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Datum: 31.05.2016 - 14:17 Uhr
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