Stipendien für Geflüchtete / DBU fördert Weiterqualifikation im Umweltschutz

Stipendien für Geflüchtete / DBU fördert Weiterqualifikation im Umweltschutz

ID: 1360665
(ots) - Erstmalig vergibt die Deutsche Bundesstiftung
Umwelt (DBU) Stipendien an Hochschulabsolventinnen und -absolventen,
die nach Deutschland geflüchtet sind und zum Beispiel aus Syrien
kommen. Das jetzt gestartete Bewerbungsverfahren erweitert das
laufende Stipendienprogramm für Hochschulabsolventen aus den Staaten
Mittel- und Osteuropas. Überdurchschnittliche Diplom- oder
Masterabschlüsse und gute Deutsch- oder Englischkenntnisse sind
Voraussetzungen für die Vergabe. Den Stipendiaten wird ein sechs bis
zwölf Monate dauernder Forschungs- und Weiterbildungsaufenthalt an
deutschen Forschungseinrichtungen, Umwelt- und Naturschutzbehörden
oder Unternehmen ermöglicht, um Erfahrungen auf den verschiedensten
Gebieten des Umweltschutzes zu sammeln und letztlich in ihren
Heimatländern umzusetzen. Die Stipendien beginnen im November mit
einer vierwöchigen Einführungsphase in Osnabrück inklusive
Deutschintensivkurs, Exkursions- und Kulturprogramm.

Mit dem neuen Stipendienprogramm ermöglicht die DBU einerseits
hochqualifizierten Hochschulabsolventen eine berufliche Weiterbildung
und die Integration in Deutschland. Andererseits werden sie Teil
eines länderübergreifenden Expertennetzwerks, das für den
Erfahrungsaustausch und zur Lösung von Herausforderungen im Umwelt-
und Naturschutz aufgebaut wurde. "Wichtig ist uns darüber hinaus,
dass die neuen Stipendiaten Erfahrungen, die sie zu innovativen
Umweltschutztechnologien gemacht haben, in ihr Heimatland tragen und
beim Wiederaufbau ihres Landes anwenden", so Prof. Dr. Werner
Wahmhoff, stellvertretender Generalsekretär und Abteilungsleiter für
Umweltforschung und Naturschutz bei der DBU.

Wahlweise in deutscher oder englischer Sprache können sich
Interessierte für eines der insgesamt zehn neuen Stipendien bis zum
20. Juli 2016 online bewerben. Die erforderlichen Sprachkenntnisse


sind durch ein Sprachschulzertifikat beziehungsweise -zeugnis oder
eine Beurteilung von einem Sprachlehrer nachzuweisen. Zudem muss ein
Asylantrag in Deutschland gestellt worden sein. Bewerber aus sicheren
Herkunftsländern können nicht berücksichtigt werden. Jede Bewerbung
muss die ausführliche Beschreibung einer Projektidee zum Umwelt- oder
Naturschutz enthalten. Die DBU begrüßt Bewerbungen von
Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Agrarwissenschaftlern, Ökonomen,
Juristen, Pädagogen und anderen Fachdisziplinen, sofern sie sich
vertieft mit einem Thema des Umwelt- oder Naturschutzes befassen
möchten. Das Stipendium ist nicht für Personen bestimmt, die eine
Doktorarbeit oder ein Studium an einer deutschen Hochschule
durchführen möchten.

Nach einer Vorauswahl werden positiv eingeschätzte Bewerber zu
einem Auswahlgespräch im September 2016 nach Osnabrück eingeladen,
das wahlweise in deutscher oder englischer Sprache stattfindet. Über
die Stipendienvergabe entscheidet eine Jury. Stipendiaten erhalten
1.060 Euro im Monat. Zusätzlich übernimmt die DBU die Kosten für eine
Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Zunächst werden sechs
Monate bewilligt. Die Verlängerung des Projektes für weitere sechs
Monate ist grundsätzlich möglich.

Für das Umsetzen der Projektidee ist ein Praktikumsplatz in
Deutschland erforderlich. Dieser wird in der Regel in Abstimmung mit
den Stipendiaten durch die DBU in einer Forschungseinrichtung, einem
Unternehmen oder einer Umweltbehörde organisiert. Eigeninitiative von
Bewerbern, die ihren Praktikumsplatz selbst organisieren, wird
ausdrücklich begrüßt. Das Stipendium beginnt mit einem etwa
vierwöchigen Deutsch-Sprachkurs in Osnabrück. Enthalten ist ein
mehrtägiges Einführungsseminar, auf dem wichtige organisatorische
Details geklärt werden. Die DBU und die Fachbetreuer am Praktikumsort
begleiten die Stipendiaten während der gesamten Stipendienzeit, auch
um Integration und Sprachentwicklung zu fördern. Während des
Stipendiums organisiert die DBU Seminare, auf denen die Stipendiaten
ihre Forschungsthemen und erste Ergebnisse vorstellen können. Weitere
Angebote sind die Sommerakademie in St. Marienthal/Ostritz und die
Verleihung des Deutschen Umweltpreises.

Bereits seit 1998 vergibt die DBU Stipendien an hoch qualifizierte
Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen aus Mittel- und
Osteuropa (MOE) mit dem Ziel der beruflichen Weiterqualifikation zur
Lösung von Aufgaben im Umwelt- und Naturschutzbereich des
Heimatlandes. Zurzeit sind folgende Länder einbezogen: Albanien,
Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kroatien, Kosovo, Lettland,
Litauen, Mazedonien, Montenegro, Oblast Kaliningrad, Polen, Rumänien,
Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Jährlich werden
60 Stipendiaten aus MOE-Ländern gefördert. Bisher wurden in diesem
Programm bereits mehr als 875 Stipendiatinnen und Stipendiaten
unterstützt.

Ansprechpartner:

- Christiane Grimm, Tel. 0541/9633-351, c.grimm@dbu.de
- Dr. Nicole Freyer-Wille, Tel.0541/9633-352, n.freyer@dbu.de



Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Kerstin Heemann


Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon:0541|9633-521
Telefax:0541|9633-198
presse@dbu.de
www.dbu.de

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Datum: 25.05.2016 - 11:00 Uhr
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