NOZ: NOZ: ARD-Sportmoderator Opdenhövel: Ich kann mich noch sehr gut an die Explosionen erinnern
ID: 1364802
an die Explosionen erinnern
ARD-Sportmoderator fährt trotz der Pariser Anschläge mit Vorfreude
zur Fußball-EM
Osnabrück. Die Pariser Anschläge vom 13. November waren für
ARD-Sportmoderator Matthias Opdenhövel (45) ein prägendes Ereignis.
In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag)
sagte er: "Ich kann mich noch sehr gut an die Explosionen erinnern
und ahnte schnell, dass das nichts mit Böllern zu tun hat, die man
gemeinhin kennt. Denn es gab keine Reaktionen im Stadion, keine
Fangruppe die hämisch reagierte oder klatschte. Es herrschte
Ratlosigkeit." Trotzdem fahre er mit Vorfreude zur Fußball-EM nach
Frankreich. "Aber es bleibt dieses mulmige Gefühl." Er vertraue
gleichwohl dem Sicherheitskonzept der Franzosen. "Und ein gewisses
Grundvertrauen, eine Urfreude darf man sich einfach nicht zerstören
lassen", sagte Opdenhövel. Zum Journalismus kam der Sport-Moderator
über den Umweg des Studiums der Betriebswirtschaft in Würzburg. Doch
bereits im ersten Semester brach Obdenhövel ab. "Mein Interesse für
das Studienfach Betriebswirtschaftslehre hielt sich auch in Grenzen.
Zu mehr als zwei Vorlesungen hat es nicht gereicht. Ich blieb zwar
noch bis Weihnachten, aber dann war Schluss." Eine weitere wichtige
Station seiner Karriere war "Schlag den Raab": Als Raab "mir 2006 das
Konzept von "Schlag den Raab" vorstellte und mich als Moderator haben
wollte, konnte ich nicht Nein sagen." Bei der Fußball EM freut sich
Matthias Opdenhövel auf die Zusammenarbeit mit Mehmet Scholl: "Mehmet
ist immer gut vorbereitet. In unserer Art von Humor korrespondieren
wir meines Erachtens gut. Wenn er kritisiert, dann hat das Hand und
Fuß." Die beiden werden die Topspiele moderieren - von unten: "Mehmet
Scholl und ich stehen bei den jeweiligen Top-Spielen im Stadion. Dass
wir den Rasen riechen können, freut uns sehr." Zum Sport an sich ist
Opdenhövel als Jugendlicher gekommen. "Ich war ja nicht nur
sportbegeistert, sondern auch leidenschaftlich aktiv." Von seinen
Fußballkünsten als Linksaußen damals ist er im Rückblick durchaus
überzeugt: "Sicherlich nicht Weltklasse, aber es konnte sich sehen
lassen". Dieses Talent und die Begeisterung hat er auf seine beiden
Söhne übertragen, die regelmäßig in Sachen Fußball unterwegs sind.
"Der Achtjährige hat einen guten linken Fuß, der 14-Jährige ist eher
ein Rechtsfüßer."
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Datum: 04.06.2016 - 07:00 Uhr
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