Frankfurter Rundschau: Briten, wir wollen Euch!
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Großbritanniens in der EU rückt, desto dringlicher werden die
Warnungen aus der Wirtschaft vor den Folgen. Der Wohlstand der Briten
werde schrumpfen, London seinen Platz als wichtigstes Finanzzentrum
des Kontinents an Frankfurt verlieren und der Arbeitsmarkt auf der
Insel kollabieren, warnt etwa DIW-Präsident Marcel Fratzscher.
Angesichts solchen Szenarios ist es unverständlich, dass die
Regierungen in Berlin, Rom, Paris und anderen Hauptstädten das
Herannahen des Abstimmungstermins bisher eher passiv begleitet haben.
Zwar verbieten sich Einmischungen in innerbritische Angelegenheiten,
zumal mit erhobenem Zeigefinger. Aber eine - am besten gemeinsam
formulierte - Botschaft an die Briten könnte nützen: Bitte bleibt in
Europa, wir brauchen und wollen euch! Und: Wir werden künftig mehr
Demokratie in der EU wagen, um sie mit neuem Leben zu erfüllen. So
könnte der für alle bedrohliche Brexit Europa am Ende sogar stärken.
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Datum: 12.06.2016 - 16:53 Uhr
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