Die meisten Schulwegunfälle passieren mit dem Rad

Die meisten Schulwegunfälle passieren mit dem Rad

ID: 1369465
(ots) - Die meisten Straßenverkehrsunfälle auf dem Schulweg
passieren mit dem Fahrrad. Darauf weisen Unfallkassen und
Berufsgenossenschaften zum Tag der Verkehrssicherheit am 18. Juni
2016 hin. Laut Statistik der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich 2014 rund 55.000
Schulwegunfälle im Straßenverkehr. Rund die Hälfte davon (27.389)
waren Unfälle mit dem Fahrrad. Damit liegen Radunfälle weit vor
anderen Formen der Verkehrsbeteiligung wie PKW-Fahrten (9.679), Gehen
(5.082), Fahrten mit dem motorisierten Zweirad (4.899), mit dem
Schulbus (2.165) oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln (1.597).

"Wenn man bedenkt, dass laut Erhebungen nur rund einer von sieben
Versicherten den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegt, ist die Zahl
der Radunfälle bedenklich", sagt Dr. Walter Eichendorf. Zwar endeten
nur wenige Schulwegunfälle mit einer Verletzung, die zu bleibenden
Behinderungen oder zum Tod führe, "aber eine ärztliche Behandlung hat
jeder dieser Unfälle nach sich gezogen. Nicht zu vergessen den
Schreck für die Eltern, wenn sie hören, dass ihr Kind einen Unfall
hatte."

Vor diesem Hintergrund appelliert der stv. Hauptgeschäftsführer
der DGUV und Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats an
Eltern, das Rad gemeinsam mit ihren Kindern auf seine
Verkehrstüchtigkeit zu prüfen und stets einen Fahrradhelm zu tragen.
Zudem sollten sie den Weg einüben und über Risiken auf dem Schulweg
sprechen: "Dazu gehört auch der Hinweis, Smartphone und
Musikkopfhörer beim Fahren nicht zu benutzen." Eichendorf warnt auch
vor Überschätzung: Oft sehe es so aus, als ob schon Kinder im
Grundschulalter sich ganz sicher auf dem Fahrrad bewegen. Aber der
Straßenverkehr erfordert eine besondere Aufmerksamkeit. Es sei
deshalb ratsam, Kinder nicht vor Abschluss der Fahrradprüfung in der


vierten Klasse selbständig den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen
zu lassen.

Eine Grafik zum Thema steht auf www.dguv.de im
Presse-/Mediencenter zur Verfügung.



Pressekontakt:
Stefan Boltz
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Pressesprecher
030-288763768
presse@dguv.de

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Datum: 16.06.2016 - 10:00 Uhr
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