Lausitzer Rundschau: Eine Phantom-Diskussion - SPD-Chef Gabriel denktüber Rot-Rot-Grün nach
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den eigenen Reihen nicht gerade als Lichtgestalt gilt. Die Not ist
groß bei der SPD. So groß, dass Sigmar Gabriel nun vehement für ein
Mitte-Links-Bündnis kämpft. Ob er der Partei damit wirklich auf die
Beine helfen kann, steht freilich dahin. Zweifellos hat die Große
Koalition den Sozialdemokraten kein Glück gebracht. Was immer die
Genossen dort auch durchsetzen, der Wähler dankt es nicht, und so
bleibt man im Schatten der Union. Vor diesem Hintergrund wäre es
tatsächlich seltsam, sich weiter auf die Merkel-Partei als
Koalitionspartner zu konzentrieren. Bleibt nach jetzigem Stand also
nur eine rot-rot-grüne Regierungsoption. Doch passt das wirklich
politisch? SPD, Linke und Grüne haben sich eher auseinander gelebt.
Das gilt vor allem für die Grünen, die in weiten Teil mit der Union
liebäugeln. Die Linken haben sich ebenfalls verändert, seit Gregor
Gysi seiner Widersacherin Sahra Wagenknecht das Feld überließ. Soll
sich Gabriel mit ihr in linken Forderungen überbieten? Kurzum,
Rot-Rot-Grün ist derzeit kaum mehr als eine Phantom-Diskussion. Und
es spricht wenig dafür, dass sich daran bis zum Herbst 2017 viel
ändert.
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Datum: 20.06.2016 - 20:19 Uhr
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