Rheinische Post: DFB-Präsident verteidigt Ticketverkauf über Fanclub Nationalmannschaft
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den kommenden Welt- und Europameisterschaften den Verkauf des
deutschen Kartenkontingents über den Fanclub Nationalmannschaft
abwickeln. Nach den Erfahrungen bei dieser EM hätte sich das
Prozedere bewährt, so Grindel. Deutsche Hooligans hatten beim ersten
Gruppenspiel in Lille randaliert, während der Partie gegen die
Ukraine war es im Stadion dagegen friedlich geblieben. "Ein Verband
hat außerhalb des Stadions weniger Möglichkeiten, zu verhindern, dass
sich der eine oder andere Gewaltbereite auf den Weg macht", sagte
Grindel im Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen
Post" (Donnerstagausgabe). "Wir hätten von Anfang an mit einem
Stichtag arbeiten müssen, damit nicht der Eindruck entsteht, man muss
Mitglied in dem Fanclub werden und einen Beitrag zahlen, um eine
Karte zu erhalten. Die Einnahmen aus dem Fanclub stecken wir uns
übrigens nicht in die eigenen Taschen, sondern investieren sie in die
Fanarbeit. Wir sollten im Hinblick auf künftige Turniere deutlich
machen, dass die Mitglieder bei der Vergabe von Tickets zuerst
berücksichtigt werden, eben aus Sicherheitsgründen. Und die
Erfahrungen dieser Europameisterschaft bewegen hoffentlich auch das
Bundeskartellamt, seine Haltung zu überdenken und uns den
entsprechenden Spielraum zu geben."
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Datum: 23.06.2016 - 04:00 Uhr
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