Westfalenpost: Digitalisierung der Dienstleistungen - Analoge Grundversorgung
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Wenn die Geschäfte nicht mehr laufen, müssen Unternehmen reagieren.
Umstrukturieren. Sparen. Das Beispiel der Banken zeigt exemplarisch,
wie sich die Digitalisierung auf das gesamte Dienstleistungsgewerbe
auswirkt. Wer seine Überweisungen online in Auftrag gibt, der muss
nicht mehr in die Filiale laufen. Auch Krankenkassen und
Versicherungen verschwinden zunehmend aus dem Stadtbild. Diese Art
des Fortschritts lässt sich nicht aufhalten. Im Gegenteil: Er wird
sich noch beschleunigen. In Zukunft wird wahrscheinlich sogar das
Berufsbild der Kassiererin obsolet, weil jedermann im Supermarkt und
in der Tankstelle den Rechnungsbetrag ferngesteuert über das Handy
abbuchen lässt. Keine guten Aussichten für den Kontakt von Mensch zu
Mensch. Es ist die Pflicht der Politik, die Gesetze der
Marktwirtschaft möglichst sozial zu gestalten. Alle, die bei der
Digitalisierung nicht mitmachen wollen oder können, sei es, weil sie
sich zu alt fühlen oder weil ihnen die technischen Mittel fehlen,
dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Der Staat muss seiner
Fürsorgepflicht gerecht werden. Wir brauchen eine analoge
Grundversorgung.
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Westfalenpost
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Datum: 18.07.2016 - 22:09 Uhr
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