Menschenrechtsinstitut begrüßt Willen und Bereitschaft zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Deutschland
ID: 1381201
New York vorgestellten Berichts der Bundesregierung zur Umsetzung der
weltweiten Nachhaltigkeitsziele durch Deutschland erklärt Beate
Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
"Wir begrüßen, dass die deutsche Regierung die weltweiten
Nachhaltigkeitsziele umsetzen will und den Vereinten Nationen als
einer der ersten Staaten berichtet, wo Handlungsbedarf auch in
Deutschland besteht. Begrüßenswert ist auch, dass der Bericht die
Nachhaltigkeitsziele mit den Menschenrechten verknüpft.
Das Vorhaben der Bundesregierung muss nun in die konkrete
Formulierung von Zielen, Maßnahmen und Indikatoren in der nationalen
Nachhaltigkeitsstrategie münden. Dabei sollte die Bundesregierung die
konkreten Empfehlungen der UN-Menschenrechtsgremien an Deutschland
berücksichtigen. Die Empfehlungen beziehen sich beispielsweise auf
innenpolitische Themen wie die Verringerung von Kinderarmut, die
Schaffung eines effektiven Zugangs von Flüchtlingen zur
Gesundheitsversorgung, den Ausbau von sozialen Sicherungssystemen
oder den Abbau von Diskriminierung bei der Wohnungssuche.
Der Entschluss der Bundesregierung, regelmäßig Daten zur Situation
marginalisierter Gruppen zu erheben, ist ein positives Signal auch
für andere Staaten. Denn das Ziel der Agenda 2030 "Niemanden
zurücklassen" ("Leave no one behind") kann nur dann wirkungsvoll
umgesetzt werden, wenn man den Erfolg oder Misserfolg politischer
Maßnahmen für diese Gruppen auch empirisch überprüft, um bei Bedarf
nachsteuern zu können.
Bislang hat die Bundesregierung die Beteiligung der
Zivilgesellschaft bei der nationalen Umsetzung der Agenda 2030 noch
nicht explizit und dauerhaft geregelt. International macht sie sich
für die Partizipation der Zivilgesellschaft stark. Denn nur mit
zivilgesellschaftlicher Beteiligung können für alle gute Lösungen
entwickelt werden."
Im September 2015 haben die Staats- und Regierungschefs aller
UN-Mitgliedstaaten in New York die Agenda 2030 mit den
Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals - SDGs)
verabschiedet. Die SDGs sollen zu nachhaltigem Fortschritt in
wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragen führen. Die SDGs
gelten für alle Länder gleichermaßen und sind somit auch in
Deutschland umzusetzen, etwa in Politikbereichen wie Bildung,
Armutsbekämpfung und Beschäftigung.
WEITERE INFORMATIONEN http://ots.de/rfAfU
https://sustainabledevelopment.un.org/hlpf/2016/germany
Pressekontakt:
Bettina Hildebrand
Pressesprecherin
Tel.: 030 259 359-13
Mobil: 0160 966 500 83
hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de
Twitter: @DIMR_Berlin
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.07.2016 - 10:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1381201
Anzahl Zeichen: 3035
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 453 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Menschenrechtsinstitut begrüßt Willen und Bereitschaft zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Deutschland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsches Institut für Menschenrechte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Menschenhandel findet jeden Tag und an vielen Orten in Deutschland statt. Die Zahl der Betroffenen ist alarmierend hoch, flächendeckende Unterstützungsangebote fehlen. Und doch hat Deutschland seit 2024 wichtige Fortschritte bei der Bekämpfung von Menschenhandel gemacht. Das ist das Fazit des &qu
Digitale Pressekonferenz am 15.10.2026: Neuer Monitor Menschenhandel - Wo steht Deutschland im Kampf gegen Menschenhandel? ...
Menschenhandel findet jeden Tag in Deutschland statt: in der Prostitution, in der Pflege oder auf dem Bau. Die Zahl der Betroffenen ist erschreckend hoch, flächendeckende Unterstützungsangebote fehlen. Dennoch hat Deutschland seit 2024 wichtige Fortschritte bei der Bekämpfung von Menschenhandel g
75 Jahre Bundesverfassungsgericht: "Unabhängige Gerichte sind die Lebensversicherung des Rechtsstaats" ...
Menschenrechtsinstitut zum 75. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts: Grundrechte gegen staatliche Macht durchsetzen Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Bundesverfassungsgerichts würdigt das Deutsche Institut für Menschenrechte dessen zentrale Bedeutung für den Schutz der Grundrechte u
Weitere Mitteilungen von Deutsches Institut für Menschenrechte
Lausitzer Rundschau: Fällige Antwort - Zum Verhältnis Türkei - EU nach dem gescheiterten Putsch ...
Dem immer wilder um sich schlagenden türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan haben EU und USA das fällige Stopp-Schild gezeigt: Pläne für die Wiedereinführung der Todesstrafe, so die Botschaft der EU, sind mit dem Status eines Landes, das immer noch in den Club hinein will, nicht
WAZ: Erdogans langer Arm - Kommentar von Lutz Heuken zu Türken in Deutschland ...
Sie treten redegewandt in Talkshows und Bürgerversammlungen auf, sie mischen sich in den politischen Diskurs an den Unis, sie beherrschen in etlichen Städten die Ausländerbeiräte: Rhetorisch geschulte Erdogan-Anhänger dominieren immer stärker die Debatte um die Themen Türkei und Islam. Si
neues deutschland: Zur Empörung in der EU über Ankaras Gegenputsch ...
Freunde macht sich Recep Tayyip Erdogan gerade nicht in der EU. Namentlich Konservative ergreifen die Gelegenheit beim Schopf und kramen ihre Vorbehalte gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei heraus. Recht haben sie alle. Damit jedenfalls, dass Ankara den Ruf der Gemeinschaft erfolgreicher ram
Trumps außenpolitischer Berater versucht Ängste in Deutschland klein zu halten / Curtis Winsor Jr. versucht, Deutsche zu beschwichtigen, EU repräsentiere aber bürokratischen Faschismus ...
Auf die Europäische Union kommen im Verhältnis zu den USA schwierige Zeiten zu, sollte Donald Trump Präsident werden. "Die EU repräsentiert genau das, wogegen Donald Trump eintritt: den schlimmsten bürokratischen Faschismus", so Curtis Winsor Jr., der zum informellen Beraterstab de




