Implantate: ja oder nein?- 5 häufige Fragen an den Implantologen
ID: 1383005
Sind Implantate für jeden geeignet?
„Bevor künstliche Zahnwurzeln zum Einsatz kommen, müssen Patienten bestimmte Voraussetzungen erfüllen. In erster Linie betreffen diese den Kieferknochen. Er sollte ausgewachsen sein und in ausreichender Menge sowie Dichte vorliegen, die wir anhand der strahlungsarmen digitalen Volumen-Tomografie ermitteln. Kam es aufgrund von Lücken im Gebiss bereits zu einem Knochenabbau, bedarf es gezielter Aufbaumaßnahmen mit patienteneigenem Knochen oder verträglichem Fremdmaterial, die wir meistens gleich direkt bei der Implantation vornehmen. Aber auch bestimmte Gewohnheiten und Erkrankungen spielen bei der Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Implantaten eine Rolle. Raucher etwa haben eine schlechtere Immunabwehr und somit ein erhöhtes Risiko, an einer Periimplantitis zu erkranken, also einer Entzündung des Gewebes um das Implantat. Auch Patienten, die an Diabetes leiden, müssen mit einer verzögerten Wundheilung rechnen. Blutverdünner wiederum, die oftmals bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum Einsatz kommen, erschweren eine Implantation ebenfalls. Mit ihnen treten aufgrund der gerinnungshemmenden Wirkung häufiger Blutungen während des Eingriffes auf. In Abstimmung mit dem Hausarzt lässt sich die Medikation aber anpassen und das Blutungsrisiko so minimal wie möglich halten. Vor jeder Behandlung wägen wir das Für und Wider sorgfältig ab.“
Wie lange dauert der Eingriff?
„Da es sich bei einer Implantation meist nur um eine kleine, minimalinvasive Behandlung unter lokaler Betäubung handelt, dauert das Setzen von Implantaten bei idealen Voraussetzungen lediglich 20 bis 30 Minuten. Nach drei bis sechs Monaten verwachsen die künstlichen Wurzeln fest mit dem eigenen Knochen. Erst jetzt setzen wir Verbindungsstück sowie Krone und der neue Zahn ist sodann vollständig belastbar. In einigen Fällen ist auch eine schnellere sogenannte Sofortbelastung möglich. Hierbei setzen wir die Provisorien, also vorübergehenden Zahnersatz, bereits nach zwei bis drei Tagen auf die implantierten Wurzeln. In dem Fall raten wir unseren Patienten, die ersten drei Monate auf harte Lebensmittel zu verzichten. Nach sechs Monaten dürfen sie die neuen Zähne normal belasten.“
Muss jeder einzelne ausgefallene Zahn mit einem Implantat ersetzt werden oder gibt es auch implantatgetragene Brücken?
„Grundsätzlich ist die Anzahl der zu setzenden Implantate abhängig von Knochenmenge und -Qualität. Bei optimalen Bedingungen sind die künstlichen Wurzeln durchaus in der Lage, mehrere Kronen, also eine Implantatbrücke, zu tragen. Für komplett zahnlose Kiefer gibt es heutzutage zwei Möglichkeiten. Wünschen sich Patienten eine festsitzende Zahnreihe, findet diese je nach Knochenbeschaffenheit auf vier bis sechs, im Oberkiefer auf sechs bis acht Implantaten Halt. Soll das neue Gebiss stabil sitzen, aber dennoch zur besseren Reinigung herausnehmbar sein, gibt es eine andere, wesentlich preiswertere Lösung. Bei der sogenannten SOS-Methode setzen wir im Unterkiefer lediglich zwei, im Oberkiefer vier Implantate, auf denen wir bereits nach wenigen Tagen eine spezielle Stegkonstruktion befestigen. In diese lässt sich die neue Zahnreihe oder aber auch die eigene vorhandene Prothese einfach fest ein- und ausklinken.“
Erfordern Implantate eine Ernährungsumstellung?
„Direkt nach dem Eingriff raten wir Patienten für einige Tage auf flüssige, weiche Nahrung auszuweichen, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Blutdrucksteigernde Getränke wie etwa Cola, Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sollten Betroffene vermeiden, solange die Nähte noch drin sind. Sobald der sichtbare Teil, also die Krone, auf der künstlichen Wurzel sitzt, hält der neue Zahn die gleiche Belastung wie ein eigener aus.“
Wie lange halten Implantate?
„Im Normalfall halten Implantate ein Leben lang. Vorausgesetzt, Patienten achten auf eine gründliche Pflege. Viele bedenken nicht, dass die künstlichen Zähne einer genauso intensiven Reinigung wie die natürlichen bedürfen. Nur auf den Gebrauch einer Bürste zu setzen, reicht dabei nicht aus, um Plaque sowie entzündlichen Erkrankungen von Zahnfleisch und -halteapparat vorzubeugen. Auch die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen sowie Mundspüllösungen gehören dazu. Eine zweimal jährlich stattfindende professionelle Reinigung beim Arzt rundet das nötige Mundpflegeprogramm ab.“ Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Leseranfragen:
Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf
im St. Vinzenz-Krankenhaus
Schloßstraße 85
40477 Düsseldorf
Dr. Christoph Sliwowski
E-Mail: info(at)zikd.de
Internet: www.zikd.de
Tel.: +49-211-91 37 40 50
Fax: +49-211-91 37 40 55
Datum: 25.07.2016 - 10:53 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1383005
Anzahl Zeichen: 5114
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Dr. Christoph Sliwowski
Stadt:
40477 Düsseldorf
Telefon: 0211-91 37 40 50
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: Interview
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 712 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Implantate: ja oder nein?- 5 häufige Fragen an den Implantologen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Jeder einzelne Zahn trägt dazu bei, das komplexe System der inneren Mundregion im Gleichgewicht zu halten. Kommt es aufgrund von Zahnverlust zu einer Lücke, die über Jahre hinweg unversorgt bleibt, führt dies zu einer Verschiebung der Zähne. Neben ästhetischen Einbußen gilt auch eine BeeintrÃ
Implantat ist nicht gleich Implantat ...
Düsseldorf im November 2011. Im menschlichen Gebiss befinden sich insgesamt 32 Zähne, verteilt auf Ober- und Unterkiefer. Doch mit dieser Tatsache enden auch schon die Gemeinsamkeiten: Im Hinblick auf Größe, Farbe, Form sowie Lage von Nerven und Kieferknochen besitzt jeder Mensch unterschiedlich
Vererbte Entzündung ...
Für die einen nahezu unbekannt, für die anderen ein wiederkehrendes Problem – entzündetes und blutendes Zahnfleisch. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Parodontitis unter anderem auf erbliche Faktoren zurückführen lässt. „Gleiches gilt auch für sogenannt
Weitere Mitteilungen von Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf
Hepatitis - Leber aus dem Lot ...
Mainz - Bei Fernreisen in den asiatischen Raum oder auch rund um das Mittelmeer kann es zu Erkrankungen mit Hepatitis A kommen. Unter Hepatitis versteht man generell eine Entzündung der Leber. Charakteristisch ist die auffällige Gelbfärbung im Auge und auf der Haut. Dazu kommt es, weil die Leber
Die Schamüberwinden - Auch bei intimen Problemen ist Offenheit beim Arzt die beste Strategie ...
Ob Fußpilz, Probleme im Intimbereich oder psychische Leiden - über viele Beschwerden schweigen sich Patienten aus Scham beim Arzt aus und quälen sich stattdessen weiter. Der Therapeut und Buchautor Dr. Udo Baer ("Vom Schämen und Beschämtwerden") rät Betroffenen im Patientenmagazi
f+p bietet Plattform für Netzwerk für Betriebliches Gesundheitsmanagement im Allgäu ...
Kempten. "6 Wochen Turnen auf dem Pezziball ist nicht ausreichend", sagte f+p Geschäftsführer Robert Pfund in seiner Begrüßungsrede zur Kick-off-Veranstaltung für die Gründung eines Netzwerks für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im Allgäu. Die Hochschule Kempten und die Be
Stellungnahme zum Amoklauf in München / Depression ist nicht die Ursache für den Amoklauf ...
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist durch das große, sinnlose Leid betroffen, das durch den Amoklauf in München verursacht worden ist. Wir sprechen allen Hinterbliebenen unser tief empfundenes Beileid aus. Es wurde zwischenzeitlich bekannt gegeben, dass der Täter an einer Depressions




