NOZ: Bund der Steuerzahler: Negativzinsen keine Einladung zum Schuldenmachen
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Einladung zum Schuldenmachen
Präsident Holznagel warnt vor Verringerung der Kaufkraft durch
niedrige Zinsen
Osnabrück. Der Bund der Steuerzahler hat die Bundesregierung davor
gewarnt, das günstige Zinsumfeld für eine weitere Verschuldung zu
nutzen. "Die derzeitige Situation ist keine Einladung dafür, noch
mehr Schulden zu machen", sagte Präsident Reiner Holznagel im
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Er reagierte
damit auf Berichte, nach denen der Bund an den Minuszinsen auf
Staatsanleihen im ersten Halbjahr 2016 rund 1,5 Milliarden Euro
verdiente. Holznagel sagte weiter: "Wir müssen sehen, dass über
Schulden langfristig weder Wirtschaftswachstum noch der Sozialstaat
finanziert werden kann. Das zeigt uns Griechenland."
Der Steuerzahler-Präsident machte auch auf die Kehrseite der
aktuellen Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)
aufmerksam: "Der einzige, der dabei lacht, ist derzeit
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Aber dem Sparer kann das
keine Freude bereiten. Denn insgesamt verliert Deutschland jährlich
bis zu 90 Milliarden Euro an Kaufkraft, weil die Zinsen so niedrig
sind und die Sparer keine Erträge erzielen."
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Datum: 02.08.2016 - 05:00 Uhr
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