Helferausbildung in der Altenpflege bleibt vorerst kostenfrei / bpa begrüßt Fortführung der Förderung durch die Arbeitsagenturen und fordert langfristige Perspektive für Hauptschülerinnen und -schüler
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höheren Bildungsabschluss der Zugang zu einer beruflichen Laufbahn in
der Altenpflege, gefördert durch die Arbeitsagentur, erhalten. "Die
Bundesagentur für Arbeit hat die Förderung der Qualifizierung zur
Altenpflegehelferin oder zum Altenpflegehelfer bis Ende kommenden
Jahres verlängert, damit dem Anliegen der Betroffenen und des bpa
Rechnung getragen und eine große Unsicherheit beseitigt", so der
stellvertretende Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater
Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Gunnar Löwe. Die Förderung der
einjährigen Helferausbildung stand nach dem Auslaufen des Programmes
WeGebAU lange auf der Kippe und wird nun bis Ende 2017 fortgesetzt.
"Über die Pflegehelferausbildung kommen viele junge Menschen mit
Hauptschulabschluss, aber auch viele ältere Umschüler aus anderen
Berufen in das Arbeitsfeld Pflege", erklärt Löwe. "Sie werden in den
Heimen und ambulanten Diensten dringend zur Unterstützung der
Fachkräfte und zur alltäglichen Versorgung der Pflegebedürftigen
benötigt." Für viele Helferinnen und Helfer ist das auch der einzige
Zugang zur Weiterqualifizierung als Pflegefachkraft.
Die Fortführung der Förderung bis Ende nächsten Jahres könne
allerdings nur der erste Schritt sein, so der stellvertretende
bpa-Landesvorsitzende. "Jetzt muss die Landespolitik in
Schleswig-Holstein aufpassen, dass Hauptschülerinnen und -schülern
der Zugang zum Pflegeberuf nicht wieder verwehrt wird, wenn die
Bundesregierung mit dem derzeit diskutierten Pflegeberufereformgesetz
die Eingangsvoraussetzungen zu hoch schraubt." Löwe fordert die
Landesregierung auf, sich klar gegen den aktuellen Gesetzentwurf und
für einen niedrigschwelligen Zugang zum Berufsfeld Pflege
auszusprechen. "Wir können es uns nicht leisten, Menschen
auszuschließen, die mit viel Engagement in die Pflege gehen wollen."
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
500 in Schleswig-Holstein) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Franz Bettinger, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle, Tel.: 0431/66
94 70 60 oder 0171/653 83 50, www.bpa.de
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Datum: 05.08.2016 - 13:51 Uhr
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