PKV-Gesundheitstracking nimmt weiter zu
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Es ist ein Trend, der die Versicherungslandschaft verändert: Immer häufiger bringen die Versicherer Tarife auf den Markt, bei denen Versicherte Geld sparen können, wenn sie ihr Verhalten überwachen lassen.
PKV-Gesundheitstracking nimmt weiter zu(firmenpresse) - In der privaten Krankenversicherung ist die Generali ein Vorreiter auf diesem Gebiet. Mit ihrem Vitality-Konzept bietet man Versicherten die Gelegenheit, sich günstig privat zu versichern, sofern sie ihre Gesundheitsdaten übermitteln und ihr Verhalten kontrollieren lassen. Verbraucherschützer und Datenschützer sehen diesen Ansatz skeptisch, doch die Zukunft der privaten Krankenversicherung geht in Richtung Gesundheitstracking. Was also hat es mit dem neuen Trend auf sich?
Gesunde Menschen verursachen geringe Kosten
Der Ansatz hier dem Konzept „Gesundheitstracking“ ist einleuchtend: Junge und gesunde Versicherte verursachen weniger Kosten für Behandlungen und Medikamente als ältere oder kranke Kunden. Tendenziell sind junge Versicherte weniger anfällig für Erkrankungen als ältere. Wer außerdem auf seine Gesundheit achtet, wer sich gesund ernährt, regelmäßig Sport macht und wer die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt in Anspruch nimmt, hat theoretisch gute Chancen, bis ins Alter fit und leistungsfähig zu bleiben. Solche Versicherte sind bei den privaten Krankenversicherungen gefragt. Anhand der Gesundheitsprüfung, die vor dem Abschluss eines PKV-Vertrags abgelegt werden muss, wollen die Gesellschaften den Gesundheitszustand ihres potenziellen Versicherten frühzeitig prüfen. Doch im Lauf der Zeit achtet man vielleicht weniger auf die Gesundheit, es schleichen sich kleine Ungenauigkeiten ein, man isst nicht mehr so gesund, und man nimmt nicht an den Vorsorgeuntersuchungen zur Krebserkennung teil. Genau hier will das Gesundheitstracking ansetzen und Menschen mit günstigen Beiträgen belohnen, die kontinuierlich etwas für ihre Gesundheit tun und sich dabei auch überwachen lassen.
Erste Gesellschaften mit eigenen Tarifen
Bisher sorgt in Deutschland vor allem die Generali mit ihrem Vitality-Konzept für Furore. Sie nimmt als eine der ersten Versicherungsgesellschaften das Gesundheitstracking auf und bietet Tarife an, die für Gesundheitsbewusste besonders preiswert sind. Die Teilnahme und die Übermittlung von Patientendaten sind freiwillig, der Versicherte ist also nicht gezwungen, einen entsprechenden Tarif zu wählen. Aktuelle Studien belegen aber, dass viele Versicherte offenbar keine Probleme haben, einen solchen Tarif zu wählen und ihre Daten zu veröffentlichen, sofern der Versicherungsschutz im Gegenzug günstiger wird. Die Übermittlung von Daten geschieht in der Regel über eine App oder online, sie ist also zeitnah gesichert. Andere Gesellschaften prüfen den Ansatz und denken zum Teil auch über eine Einführung entsprechender Tarife nach, einige Versicherer stehen der Einführung allerdings kritisch gegenüber. Trotzdem könnte der Trend in der privaten Krankenversicherung eindeutig in diese Richtung weisen.
Kosteneinsparung als wichtiges Ziel
Um die Versicherungsbeiträge auf Dauer günstig zu halten, sind die Gesellschaften gezwungen, ihre Kosten für Krankheiten und Behandlungen zu reduzieren. Es bleibt letztlich keine andere Wahl, als sich auf junge und gesunde Versicherte auszurichten und älteren Kunden einen Anreiz zu bieten, auf ihre Gesundheit zu achten. Anderenfalls besteht die große Gefahr, dass die Beiträge Schritt für Schritt im Alter unbezahlbar werden und auch durch die frühzeitige Bildung von Altersrückstellungen nicht auf einem vernünftigen Niveau gehalten werden können. Vor diesem Hintergrund dürfte es verständlich sein, dass das Gesundheitstracking ein wichtiger Trend in der privaten Krankenversicherung bleibt und zukünftig an Bedeutung gewinnt.
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Datum: 15.08.2016 - 12:30 Uhr
Sprache: Deutsch
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Freigabedatum: 15.08.2016
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