Weser-Kurier:Über den Zustand der Europäischen Union schreibt Mirjam Moll:

Weser-Kurier:Über den Zustand der Europäischen Union schreibt Mirjam Moll:

ID: 1391290
(ots) - Die Symbolik ist unverkennbar: An diesem Montag
empfängt der italienische Premier Matteo Renzi Bundeskanzlerin Angela
Merkel und den französischen Präsidenten François Hollande auf der
Insel Ventotene. Jene Insel, die dem faschistischen Regime von Benito
Mussolini als Verbannungsort für seine Gegner diente - unter anderem
für einen der geistigen Gründerväter der EU, Altiero Spinelli.
Gemeinsam mit Ernesto Rossi und Eugenio Colorni verfasste Spinelli
dort das Manifest von Ventotene, in dem er die Krise der
Nationalstaaten beschrieb - und als Lösung den europäischen
Föderalismus vorschlug. Die heutige Europäische Union könnte nicht
weiter davon entfernt sein, scheint es. Darüber, ob sich die
Europäische Union neu erfinden muss, kann man streiten. Klar aber
ist, dass sie Antworten liefern muss auf die Krisen, die sie immer
noch im Griff haben - wie die Nachwehen der Wirtschafts- und
Finanzkrise, aber auch die Flüchtlingskrise, die mit dem Schock über
den Ausgang des britischen Volksentscheids etwas in den Hintergrund
gerückt ist. Von Einigkeit fehlt in dieser Frage jede Spur. Ein
Umdenken innerhalb der Europäischen Union ist zweifellos von Nöten.
Denn wenn schon die Staats- und Regierungschefs in diesen Fragen
nicht demonstrieren können, dass sie sehr wohl dazu in der Lage sind,
an einem Strang zu ziehen â^' wie sollen die Bürger dieser Union dann
an die Sinnhaftigkeit dieser Gemeinschaft glauben? Symbolträchtige
Treffen wie die der drei Staats- und Regierungschefs auf Ventotene
sollen Einigkeit demonstrieren. Stattdessen bieten sie Kritikern neue
Angriffsfläche - für ihre Argumente eines undemokratischen Europas,
in dem die Großen die Kleinen überstimmen und den Takt in der EU
angeben. Lösungen mögen unter 27 schwieriger zu finden sein als unter
dreien. Das Misstrauen der 24 nach einem solchen Treffen dürfte aber


eher größer sein - die Hürden für eine gemeinsame Lösung, der alle
Mitgliedstaaten zustimmen, höher. Ein Alleingang der Gründerstaaten
ist gerade jetzt das falsche Symbol.



Pressekontakt:
Weser-Kurier
Zentraldesk
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Weser-Kurier:Über den Naturtourismus schreibt Silke Looden: Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Baden Württemberg/Landesregierung/Nebenabsprachen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.08.2016 - 21:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1391290
Anzahl Zeichen: 2382

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bremen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 324 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier:Über den Zustand der Europäischen Union schreibt Mirjam Moll:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Weser-Kurier (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...

Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: ...

Gabriel spricht sich für EU-Beitritt von Kanada aus ...

Der frühere Außenminister und jetzige Vorsitzende der Atlantik-Brücke, Sigmar Gabriel, hat sich dafür ausgesprochen, Kanada in die Europäische Union einzubinden. "Ich würde den Kanadiern anbieten, Mitglied der Europäischen Union zu werden ...

Alle Meldungen von Weser-Kurier


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z