Anzahl der Ertrunkenen im Mittelmeerüber 40 Prozent gestiegen -
Save the Children setzt nun eigenes Rettungsboot ein
ID: 1392726
beim Fluchtversuch über das Mittelmeer ums Leben gekommen, 40 Prozent
mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, die meisten von
ihnen in den Gewässern zwischen den nordafrikanischen und
italienischen Küsten. Um dem massenhaften Sterben entgegenzuwirken,
hat auch Save the Children beschlossen, sich mit einem eigenen Boot
an der von Italien geleiteten Seenotrettung zu beteiligen.
"Wir alle haben die Pflicht, flüchtende Kinder und ihre Familien
so gut wie möglich zu schützen, und zwar bereits schon auf dem
gefährlichen Weg nach Europa", sagt Helle Thorning-Schmidt,
Geschäftsführerin von Save the Children International. In dem
Rettungssystem gebe es noch große Lücken: "Die europäischen Staaten
müssen Italien dringend mehr bei der Seenotrettung unterstützen.
Menschen zu retten sollte die allererste Priorität haben, nicht
Grenzkontrollen."
Ab September wird Save the Children mit der Seenotrettung starten.
Das Boot hat Kapazitäten, um gleichzeitig rund 300 Menschen zu retten
und an Bord zu versorgen. Die Kinderrechtsorganisation kooperiert
bereits seit acht Jahren mit der italienischen Seenotrettung, indem
sie an Häfen Kinder bei der Ankunft betreut und unterstützt. Helle
Thorning-Schmidt: "Wir sind überzeugt, mit dem Rettungsboot einen
weiteren wichtigen Beitrag leisten zu können zu der bereits sehr
guten und intensiven Arbeit der Behörden." Ganz besonders jetzt,
denn: Die Lage wird vor allem für Kinder immer dramatischer: 90
Prozent der Kinder, die den Weg zu den italienischen Küsten geschafft
haben, kommen unbegleitet.
Auf dem Boot wird speziell ausgebildetes Personal arbeiten, unter
anderem Kinderschutz- und Gesundheitsexperten, Kultur-Mediatoren und
Logistiker. Die genauen Einsatzgebiete für das Boot werden jeweils
von der italienische Küstenwache vorgegeben, die alle
Seenotrettungsmaßnahmen in der Region koordiniert. Die Küstenwache
begrüßt ausdrücklich die Unterstützung von Hilfsorganisationen und
sagt: "Wir haben ein gemeinsames Ziel: Menschen retten, die in Seenot
geraten sind." Das Rettungsboot von Save the Children wird im Hafen
Augusta liegen.
Save the Children ruft zu Spenden auf, um die Kosten des
Rettungsbootes für einen Einsatzzeitraum von 15 Monaten decken zu
können.
Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE92100205000003292912
BIC: BFSWDE33BER
Stichwort: SAR Rettungsboot
Zusatzmaterial:
http://storycentral.savethechildren.org.uk/?c=38879&k=7bfdf54dda
Das Material ist unter ©Save the Children verwendbar.
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle - Bastian Strauch
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 - 889
Mail: presse@savethechildren.de
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Datum: 25.08.2016 - 10:08 Uhr
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