Westfalenpost: Von Jens Helmecke zu Rentnern mit Minijob:
Ein Gradmesser für zunehmende Altersarmut
ID: 1393937
einmal als Sprungbrett in Vollzeitbeschäftigung. Heute wissen wir:
eine Fehleinschätzung. Das gilt übrigens auch für die Leih- oder
Zeitarbeit. Auch hier ist der sogenannte Klebeeffekt gering. In Bezug
auf Rentner ist dieser Aspekt nachrangig. Eine Vollzeitstelle streben
die meisten Senioren wohl kaum mehr an. Viele von ihnen dürften zwar
längst keine Lust mehr auf Arbeit im Alter haben, sind aber darauf
angewiesen - jedenfalls, wenn sie gesellschaftlich nicht isoliert
sein wollen. Der agile Akademiker, der seine Kompetenz der
Gesellschaft nicht vorenthalten will, dürfte eher die Ausnahme sein.
Die Renten reichen etlichen, und zwar vor allem Frauen, kaum für
einen sorgenfreien Lebensabend. Dabei ging es der aktuellen
Rentnergeneration nie besser als heute. Durchschnittlich. Klingt
paradox, ist aber bittere Realität. Die Politik produziert gerade
durch Unterlassen eine immer größer Gruppe von Menschen, die absehbar
in der Altersarmut landen. Was ist zu tun? Basis für eine
ausreichende Rente sind ausreichende Löhne. Ein Minijob hilft da
nicht die Bohne. Die gesetzliche Rente muss mindestens stabilisiert
werden. Das kostet die Allgemeinheit viel Geld. Lässt sie es, kostet
es aber wohl nicht weniger - die Belastungsverteilung über die
Grundsicherung wäre nur eine andere. Auch die betriebliche
Altersvorsorge muss attraktiver werden - gerade in kleinen und
mittleren Unternehmen. Sie können für diesen Zweck nicht riesige
Summen zurückstellen. Hier fehlt eine gesetzliche Absicherung. Die
Politik wird bald Vorschläge machen müssen. In NRW dürfte im
Superwahljahr 2017 besonders genau hingesehen werden. Das Austarieren
wird alles andere als ein Minijob.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Original Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.08.2016 - 20:57 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1393937
Anzahl Zeichen: 2110
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 375 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Von Jens Helmecke zu Rentnern mit Minijob:
Ein Gradmesser für zunehmende Altersarmut"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Rheinische Post: Kommentar / Steuersenkungen sind ein Reflex = Von Jan Drebes ...
Der Staat schwimmt im Geld, so scheint es angesichts immer neuer Rekordmeldungen aus Schäubles Finanzministerium. Und 18,5 Milliarden Euro Überschuss im ersten Halbjahr sprechen ja tatsächlich eine deutliche Sprache. Sie verdeutlichen einmal mehr, wie hoch die Steuerlast in Deutschland ist.
BERLINER MORGENPOST: Leitbild gesucht - mal wieder/ Kommentar von Isabell Jürgens zur City West ...
Bausenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) versprach bereits 2007, "gemeinsam mit den Akteuren vor Ort ein Leitbild für die City West" schaffen zu wollen. In der Zwischenzeit wurden längst Fakten geschaffen, die sich nicht mehr übersehen lassen: Während am Breitscheidplatz zwei 118-Me
Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagnerüber die K-Frage der Union ...
Die K-Frage treibt den ganzen Kontinent um: Wie sonst könnte sie selbst das britische Qualitätsblatt "The Guardian" (der Wächter) stellen? Und gleich beantworten: Jens Spahn ist des Wächters heißester Tipp. Wetten, dass auf ihn schon gewettet wird, auch wenn sich viele Briten frag
Badische Neueste Nachrichten: Die Kurden-Frage - Kommentar von Udo Stark ...
Für Ankara wäre ein Kurdenstaat der größte Alptraum. Könnten sich die kurdischen Kämpfer im Norden Syrien vereinen, wäre das eine Vorentscheidung, die eine kaum noch zu kontrollierende Dynamik in Gang setzen würde. Die Kurdenprovinzen im Irak würden sich mit Sicherheit anschließen woll




