Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gabriels Abkehr von TTIP
ID: 1393940
skeptisch zu sein. Da ist etwa die Frage der Schiedsgerichte. Wenn
die europäischen Verhandlungspartner hier nicht aufpassen, könnten
Beschlüsse nationaler Parlamente künftig den Staat ziemlich teuer zu
stehen kommen. Die Klagen der Energiekonzerne gegen den Atomausstieg,
auch wenn sie bisher keinen Erfolg hatten, geben davon eine Ahnung.
Das kann einem SPD-Vorsitzenden nicht gleichgültig sein - zumal die
Mehrzahl seiner Parteigenossen die beiden Freihandelsabkommen
offenbar als Teufelswerk betrachtet. Allein, Gabriels erster Job ist
Wirtschaftsminister und Vizekanzler. Als solcher weiß er, welche
Bedeutung der Freihandel und ein engeres Zusammengehen mit den USA
und Kanada für die deutsche Exportwirtschaft haben. Genau aus dem
Grund gehörte er bislang zu den Befürwortern. Sein Umschwenken ein
Jahr vor der Bundestagswahl legt den Schluss nahe, dass Gabriel dem
bisherigen Zweitjob von nun an Priorität einräumen will. Zwar sagt er
nach außen nur, die Verhandlungen seien gescheitert. Doch kann dies
die Umkehr in der Sache nicht wirklich kaschieren.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.08.2016 - 21:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1393940
Anzahl Zeichen: 1461
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 356 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gabriels Abkehr von TTIP"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




