Südwest Presse: Kommentar: Armenien-Resolution
ID: 1395958
Dieses diplomatische Kunststück hat die deutsche Außenpolitik seit
Wochen in Atem gehalten. Nun ist das Ergebnis des bilateralen
Eiertanzes zu besichtigen: Die Bundesregierung weist auf die
völkerrechtliche Unverbindlichkeit der Armenien-Resolution des
Bundestages hin, und die Türkei darf diese Klarstellung als Erfolg
ihres Präsidenten ausschlachten. Wieder einmal mutet die Realpolitik
dem Volk eine Menge zu. Auf den ersten Blick wirkt die Erklärung,
dass es sich bei der Entschließung des Parlaments zum Völkermord der
Osmanen an den Armeniern nur um eine politische Einordnung handelt,
nicht aber um eine Entscheidung mit Bindekraft, wie eine von der
Türkei verlangte Absage an die Mehrheitsmeinung der frei gewählten
Bundestagsabgeordneten. Dieser Eindruck wäre verheerend, denn es kann
nicht sein, dass sich eine Regierung in einer parlamentarischen
Demokratie vom politischen Willen des Parlaments absetzt, um sich
einen Vorteil bei zugegeben wichtigen Verhandlungen mit einem anderen
Staat zu verschaffen. Damit würde man nur jenen Kritikern Recht
geben, die nun einen Kniefall der Kanzlerin vor dem Autokraten von
Ankara wittern, den Kotau Deutschlands vor der Türkei. Die
Bundesregierung muss diese Interpretation durch konkretes Handeln
entkräften. Andernfalls wäre der politische Preis für das erhoffte
Einlenken Erdogans zu hoch.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Original Content von: S?dwest Presse, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.09.2016 - 19:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1395958
Anzahl Zeichen: 1744
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 476 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar: Armenien-Resolution"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Mitteldeutsche Zeitung: zu Armenien ...
Hätte sich die Bundesregierung von der Resolution distanziert, dann wäre das tatsächlich der "Kotau" gewesen, den FDP- und Grünen-Politiker beklagten. Es wäre sogar sehr viel mehr als das gewesen - ein Anschlag auf das Selbstverständnis der Bundesrepublik. Vor der Abstimmung
Mitteldeutsche Zeitung: zum G36 ...
Die Dimension der Niederlage für die aktuelle Ministerin hält sich jedoch in Grenzen. Erstens wurde die Waffen lange vor ihrer Zeit bestellt. Zweitens war sie noch nicht einmal im Amt, als die Bundeswehr in Regionen eingesetzt wurde, für die das Gewehr offenbar nicht geeignet ist. Afghanist
Rheinische Post: Zentralrat der Armenier nennt Verhalten der Bundesregierung "peinlich und chaotisch" ...
Vertreter der armenischen Interessenverbände in Deutschland haben das Verhalten der Bundesregierung in Bezug auf die umstrittene Armenien-Resolution scharf kritisiert. "Die Distanzierung von der Distanzierung. Das ist peinlich und chaotisch", sagte Samuel Lulukyan vom Zentralrat der Arm
Berufskleidung - wer trägt die Kosten der Reinigung? ...
In lebensmittelverarbeitenden Betrieben hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass seine Arbeitnehmer saubere und geeignete Hygienekleidung tragen. Zu seinen Pflichten gehört auch die Reinigung dieser Kleidung auf eigene Kosten. (BAG, Urteil vom 14.06.2016, 9 AZR 181/15) Der Kläger ist im Sc




