Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu der Türkei-Politik

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(ots) - Egal wie schnell sich die politischen
Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei wieder normalisieren:
Ein Streit wie um das Besuchsrecht deutscher Abgeordneter auf der
türkischen Luftwaffenbasis Incirlik darf sich nie wiederholen. Die
Bundesregierung hat zwar protestiert, aber viel zu leise. Und es ist
ein Unding, dass weder die Nato-Spitze noch die USA hier eingegriffen
haben. Wenn Bundeswehrsoldaten in der Türkei mithelfen, das Land vor
Angriffen der IS-Terrormiliz zu schützen, könnte die Regierung in
Ankara den Einsatz des Nato-Partners ruhig einmal würdigen.
Stattdessen hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan einen
Zusammenhang zwischen der Flüchtlingspolitik, der Armenien-Resolution
und dem Besuchsverbot für deutsche Politiker in Incirlik hergestellt.
Ihm ging es darum, gegenüber seinen Anhängern Härte gegenüber dem
angeblich übermächtigen Deutschland zu zeigen. Wenn er mit der
halbherzigen Distanzierung der Bundesregierung von der
Armenien-Resolutionen zufrieden ist, zeigt er, dass er den Streit
nicht auf die Spitze treiben will.



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Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
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Datum: 04.09.2016 - 21:30 Uhr
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