Unabhaengigkeit des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks schuetzen - Kanzlerin Merkel muss aktiv werden

Unabhaengigkeit des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks schuetzen - Kanzlerin Merkel muss aktiv werden

ID: 139730

Unabhaengigkeit des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks schuetzen - Kanzlerin Merkel muss aktiv werden



(pressrelations) - >Anlaesslich der am Freitag anstehenden Entscheidung im ZDF-Verwaltungsrat ueber die vom ZDF-Intendanten vorgeschlagene Vertragsverlaengerung fuer den Chefredakteur Nikolaus Brender erklaeren der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Olaf Scholz und der medienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Martin Doermann:

Roland Koch gefaehrdet die Unabhaengigkeit des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Absicht des hessischen Ministerpraesidenten und der Union, ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender aus parteipolitischen Gruenden aus dem Amt zu entfernen, ist ein gefaehrlicher Eingriff in die Autonomie und die Staatsferne des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Die SPD-Bundestagsfraktion appelliert eindringlich an die Mitglieder des ZDF-Verwaltungsrates, sich nicht fuer eine derart offensichtliche Verletzung der im Grundgesetz garantierten Rundfunkfreiheit zur Verfuegung zu stellen. Wir plaedieren stattdessen dafuer, den amtierenden Chefredakteur durch ein deutliches Votum zu unterstuetzen. Aus guten Gruenden hat der ZDF-Intendant die Vertragsverlaengerung fuer einen bewaehrten Chefredakteur vorgeschlagen. Es waere unertraeglich, sollte sich Roland Koch, der sich als Oberintendant aufspielt, durchsetzen.

Nun sind sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel, auch in ihrer Eigenschaft als CDU-Bundesvorsitzende, als auch der Beauftragte der Bundesregierung fuer Kultur und Medien, Bernd Neumann, gefordert, deutlich Stellung zu beziehen. Sie muessen aktiv werden, um die Plaene des Hessischen Ministerpraesidenten zu stoppen. Nur so koennen die Rundfunkfreiheit und die grundgesetzliche Garantie der Staatsferne geschuetzt sowie die Unabhaengigkeit des ZDF-Intendanten und seines Chefredakteurs gewahrt werden.

Dankenswerterweise haben kuerzlich 35 renommierte Staatsrechtler in einem offenen Brief deutlich gegen die beabsichtigte staatliche Einflussnahme Position bezogen. Zu Recht weisen sie darauf hin, dass es um den offenkundigen Versuch geht, einen unabhaengigen Journalisten zu verdraengen und den Einfluss der Parteipolitik zu staerken. Sie verweisen in diesem Zusammenhanghang ausdruecklich auf die in Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 GG garantierte Rundfunkfreiheit.



Dabei geht es nicht generell um die Infragestellung der Mitwirkung der Politik neben anderen gesellschaftlichen Gruppen in den Aufsichtsgremien des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Die Grenze wird aber dort ueberschritten, wo durch den unangemessenen Einfluss die Unabhaengigkeit des Journalismus in Frage gestellt wird. Welche Gefahr darin liegt, die Rundfunkfreiheit und die Garantie der Staatsfreiheit in Frage zu stellen, wird uns in anderen Laendern deutlich vor Augen gefuehrt.


© 2009 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Streuen ohne Verlust Wachstumsbeschleunigungsgesetz: schwarz-gelbe Klientelpolitik statt Wachstumsfoerderung
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 26.11.2009 - 08:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 139730
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 290 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Unabhaengigkeit des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks schuetzen - Kanzlerin Merkel muss aktiv werden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Das Bundespolizeigesetz bekommt einen lange überfälligen Modernisierungsschub ...
Der Deutsche Bundestag hat heute dem seit 1994 geltenden Bundespolizeigesetz einen lange überfälligen Modernisierungsschub gegeben. Wir stärken damit die Bundespolizei, geben ihr zeitgemäße Befugnisse an die Hand und machen unsere Bahnhöfe zu sichereren Orten. So setzen wir die modernste Techn

Reform der Notfallversorgung: Hilfe gezielt steuern ...
Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher: Tanja Machalet, zuständige Berichterstatterin: Am späten Donnerstag hat der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf für eine grundlegende Reform der Notfallversorgung beraten. Damit schaffen wir eine bessere Orientierung für Patientinnen und Pat

Die eigentliche Reformarbeit beginnt jetzt ...
Der Bundestag hat am Freitag das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Angesichts der angespannten Finanzlage war entschlossenes Handeln notwendig. Unser Ziel war dabei klar: die Beitragssätze zu stabilisieren, Versicherte und Arbeitgeber vor weiteren Belastungen zu schützen und gleic


Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion


Streuen ohne Verlust ...
> Media-Daten Verlag startet neue Reihe branchenspezifischer Planungshandbücher zur effektiven Werbeplanung Die deutsche Medienlandschaft ist im Umbruch. Und die gleichzeitige Werbekrise hat den Druck weiter erhöht, die gekürzten Werbe-Budgets so effizient wie möglich einzusetzen. Nur wer

Postbank: Mit geschärftem Profil und gesteigerter Effizienz zurück zu alter Stärke im Privatkundengeschäft ...
> - Konsequente Ausrichtung als Privatkundenbank für das Wesentliche - Mittelfristig positive Ertragseffekte erwartet - Schlankere Prozesse führen zu sozialverträglichem Stellenabbau - Bis 2012 trotz Volumenwachstums Einsparungen im Verwaltungsaufwand von rund fünf Prozent - Kernkapitalq

Soli ist keine Aufbau-Ost-Steuer, sondern geht in allgemeinen Steuertopf ...
> Das Niedersächsische Finanzgericht hat den Solidaritätszuschlag für verfassungswidrig erklärt und die Klage eines Angestellten zur Klärung an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe weitergeleitet. Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch: Alle bezahlen Solidaritäts

Relaunch: RTL.de mit den Themen und Bildern, die Deutschland bewegen ...
> DAS INFOTAINMENT PORTAL NR. 1 IN DEUTSCHLAND ZEIGT SICH MIT NOCH MEHR BEWEGTBILDINHALTEN UND IN FRISCHEM DESIGN Das neue RTL.de bietet ab sofort in frischem Layout und neuer Struktur noch mehr Themen und Videos, die Deutschland bewegen. Ob Nachrichten, Boulevardnews, Sportinhalte oder Shows


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z