Pressemitteilung der Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016: Länder vernachlässigen die Erhaltung unseres Kulturerbes
ID: 1397778
erhalten!" ist ein Appell an alle Landesregierungen, sich stärker an
den Kosten der Denkmalpflege zu beteiligen. Der Tag des offenen
Denkmals muss genutzt werden, um die Länder an diese Verpflichtung zu
erinnern!
In ihren Denkmalschutzgesetzen haben sich die Bundesländer dazu
verpflichtet, Denkmale zu erhalten und zu pflegen. Doch diese Pflicht
endet spätestens in den Haushaltsverhandlungen der Landtage. So
standen etwa in Nordrhein-Westfalen im letzten Jahr für die ca.
100.000 denkmalgeschützten Gebäude nur durchschnittlich 58,- Euro pro
Baudenkmal zur Verfügung, in Brandenburg sogar nur 38,- Euro.
Auch in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und
Schleswig-Holstein, deren Denkmalfördertopf jeweils weniger als eine
Million Euro enthält, bleibt das diesjährige Motto, gemeinsam mit den
privaten Besitzern Denkmale zu erhalten, nur ein frommer Wunsch.
So bleibt die Last und Verantwortung auf den Schultern der
privaten Denkmaleigentümer, die rund 80 Prozent des baulichen
Kulturerbes pflegen. Immer seltener werden diese Ausgaben mit
Landesmitteln bezuschusst. In viel zu vielen Bundesländern bestehen
daher nur noch Fördermöglichkeiten durch die Deutsche Stiftung
Denkmalschutz und das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes. Doch
das allein reicht nicht. Gerade in Anbetracht erhöhter
Steuereinnahmen appelliert die Aktionsgemeinschaft Privates
Denkmaleigentum eindringlich an die zuständigen Landesregierungen,
Verantwortung für das bauliche Kulturerbe zu übernehmen und ihre
Fördermitteletats deutlich aufzustocken, um mehr private Denkmale zu
unterstützen!
Die Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum vertritt die
Interessen der privaten Denkmaleigentümer gegenüber Regierung und
Parlament im Bund und Ländern in Fragen des Denkmalschutzrechtes.
Pressekontakt:
Hubertus v. Dallwitz
Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum APD
T +49 30 40 58 57 07
apd@fablf.de
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Datum: 08.09.2016 - 10:00 Uhr
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