Frankfurter Rundschau: Der Preis der Integration
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politische Kosten-Nutzen-Rechnung vorzulegen - ein gefährliches
Spiel. Man kann wie die CSU davon faseln, Zuwanderung nur noch aus
dem "christlich-abendländischen" Kulturkreis zuzulassen - noch
gefährlicher. Aber wenn man dafür plädiert, die Zuwanderung als
Tatsache anzuerkennen und entschlossen auf Integration zu setzen,
dann muss man auch sagen, wer das bezahlen soll. Das hat Gabriel
versäumt, und deshalb steht er noch lange nicht als Alternative zu
Merkel da. Hätte der SPD-Chef offen über die Finanzierung des von ihm
geforderten Zusammenhalts gesprochen, dann hätte das noch einen
Vorteil gehabt: Die vagen Andeutungen über die Grenzen der
Integrationskraft hätte er sich sparen können. Denn auch sie sind
kein Naturgesetz, sondern ein Ergebnis von Politik.
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Datum: 08.09.2016 - 16:38 Uhr
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