Pflegende Angehörige nicht allein lassen / bpa fordert zur Woche der Demenz Information der Pflegekassen über noch zustehende Leistungen
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der bpa und seine Mitgliedseinrichtungen im Rahmen der Allianz für
Demenz beteiligen, erklärt bpa Präsident Bernd Meurer:
"Mit Veranstaltungen und Vorträgen beteiligen sich viele der über
9.000 Mitgliedseinrichtungen des bpa an der Woche der Demenz. Das ist
nicht nur eine Gelegenheit auf Demenz aufmerksam zu machen, sondern
auch die vielen pflegenden Angehörigen in den Blick zu nehmen.
Erfreulicherweise bringt das Pflegestärkungsgesetz deutliche
Verbesserungen für Menschen mit Demenz. Sie werden nun auch vom neuen
Pflegebedürftigkeitsbegriff erfasst. Das ist ein guter und wichtiger
Schritt für die Erkrankten und ihre Angehörigen. Es ist aber sehr
enttäuschend und auch völlig unverständlich, dass bei vielen
Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen nicht bekannt ist, welche
Leistungen sie beanspruchen können.
Wie neueste Zahlen bestätigen, nehmen nur die Hälfte der
Pflegebedürftigen bzw. ihrer pflegenden Angehörigen diese Leistungen
in Anspruch. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit vor allem durch die
Pflegekassen gefragt. Denn es kann nicht sein, dass diejenigen, die
am stärksten belastet sind, keine Entlastung erfahren, weil sie nicht
über die nötigen Informationen verfügen. Das ist für uns eine
originäre Aufgabe der Pflegekassen gegenüber deren Versicherten. Dort
laufen alle Informationen zusammen, welche Leistungsansprüche
bestehen und welche davon bereits in Anspruch genommen wurden.
Deshalb fordern wir von den Pflegekassen, den Pflegebedürftigen und
ihren Angehörigen mindestens halbjährlich mitzuteilen, wie viele
Betreuungs-, Entlastungs- sowie Verhinderungspflegeleistungen ihnen
noch zustehen. Das wäre ein wirksames Instrument.
Der bpa beteiligt sich bereits heute aktiv an der Beratung der
Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. So erhalten Angehörige, die
ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu Hause pflegen,
professionelle kostenlose Beratung und Schulung bei den mehr als
3.000 Pflegeberatern der bpa-Mitglieder. Hierzu hat der Verband mit
allen großen Pflegekassen Verträge abgeschlossen, insbesondere auch
um den Umgang mit Menschen mit Demenz zu schulen und den Austausch
mit anderen Angehörigen zu fördern. Deshalb ist die Einführung
gesonderter Beratungsstellen, wie sie im Pflegestärkungsgesetz III
vorgesehen ist, kontraproduktiv. Das führt nur zu noch mehr
Verwirrung und Zersplitterung der Informationsangebote. Was wir
brauchen ist die Unterstützung für eine umfassende Beratung aus einer
Hand und direkt vor Ort, die Pflegedienste am besten leisten können."
Zur Woche der Demenz 2016:
Um die Zivilgesellschaft auf die Situation von an Alzheimer
erkrankten Personen aufmerksam zu machen, findet seit 1994 der
Welt-Alzheimertag statt. Auch in Deutschland geht es darum, die
Öffentlichkeit für die Situation der rund 1,6 Millionen Menschen mit
Demenz zu sensibilisieren. Mit der vom 19. bis zum 25. September
stattfindenden Woche der Demenz will die nationale Allianz für
Menschen mit Demenz das Verständnis und die Unterstützung für
Betroffene und pflegende Angehörige fördern. Die Woche der Demenz
wird 2016 bereits zum zweiten Mal ausgerufen und durchgeführt. Mehr
dazu unter: www.allianz-fuer-demenz.de
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 275.000 Arbeitsplätze und circa
21.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 21,8 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Olaf Bentlage, Tel.: 030/30 87 88 60
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Datum: 16.09.2016 - 11:47 Uhr
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