Deutsche Umwelthilfe setzt mit Streetart ein Zeichen gegen Einweg-Becher

Deutsche Umwelthilfe setzt mit Streetart ein Zeichen gegen Einweg-Becher

ID: 1407036
(ots) - Mit dem großen Kreidebild eines "Becherhelden"
setzt die Deutsche Umwelthilfe am Berliner Alexanderplatz ein Zeichen
gegen die zunehmende Flut aus Coffee to go-Bechern - DUH fordert
Abgabe auf Einwegbecher und Förderung von Mehrwegsystemen

Mit einer zwei mal vier Meter großen Kreidezeichnung hat die
Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen Tag vor dem Internationalen Tag des
Kaffees (1.10.2016) auf das Umweltproblem zu vieler Einwegbecher
aufmerksam gemacht. Das Bild des Streetart Künstlers Freddy Chalk am
Berliner Alexanderplatz zeigt einen Superhelden mit Mehrwegbecher -
das Aktionsmotiv der DUH-Kampagne "Becherheld - Mehrweg to go" (Fotos
der Aktion: http://l.duh.de/7d6ba).

In Deutschland werden pro Jahr 2,8 Milliarden Coffee to go-Becher
verbraucht. Allein in Berlin gehen jeden Tag rund 460.000
Kaffee-Einwegbecher über die Ladentheken - das sind 170 Millionen
Stück jährlich. Die Wegwerfbecher aus Pappe und Kunststoff
verbrauchen wertvolle Rohstoffe und verschmutzen Parks und Gehwege.
In der Hauptstadt fallen pro Jahr 2.400 Tonnen Abfall durch Coffee to
go-Becher an.

Um dieses Abfall- und Ressourcenproblem in den Griff zu bekommen,
fordert die DUH eine Abgabe in Höhe von 20 Cent auf Coffee to
go-Einwegbecher sowie die Einführung von Mehrwegsystemen durch den
Handel. Dabei sollte die Nutzung von Mehrwegbechern aktiv beworben
und durch Anreizsysteme, wie zum Beispiel Rabattgutschriften,
gefördert werden. Laut einer repräsentativen Umfrage des
Forschungsinstituts TNS Emnid vom Mai 2015 im Auftrag der DUH sind 75
Prozent der Berliner für eine Verbrauchssteuer auf Wegwerfbecher.
Dass diese auf Landesebene rechtlich umsetzbar ist, belegt ein
Gutachten im Auftrag der DUH (http://l.duh.de/jcks2).

"Coffee to go-Becher sind neben der Plastiktüte das Symbol der
modernen Wegwerfgesellschaft und schaden der Umwelt erheblich. Dabei


müsste der Kaffee für unterwegs gar kein Umweltproblem sein. Es gibt
inzwischen sehr gute Mehrwegbecher, die schön aussehen, leicht,
absolut dicht und tausendfach wiederverwendbar sind. Einwegbecher
können da nicht mithalten", sagt Thomas Fischer, der bei der DUH die
Abteilung für Kreislaufwirtschaft leitet. Die DUH hat ausgerechnet,
dass für die Herstellung der jährlich in Deutschland verbrauchten
Einwegbecher 64.000 Tonnen Holz, 1,5 Milliarden Liter Wasser und
11.000 Tonnen Kunststoff notwendig sind. Außerdem verbraucht ihre
Herstellung eine Energiemenge, mit der sich die Einwohner der
Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern Schwerin ein Jahr lang
versorgen ließen.

Mit ihrer Becherheld-Kampagne möchte die DUH dazu beitragen, den
hohen Verbrauch an Einweg-Kaffeebechern zu verringern. Gleichzeitig
richtet sich die Kampagne an Verbraucherinnen und Verbraucher, um sie
für die Umweltauswirkungen von Coffee to go-Bechern zu
sensibilisieren und für die Nutzung umweltfreundlicher
Mehrwegalternativen zu gewinnen. Das Projekt wird von der Stiftung
Naturschutz Berlin aus Mitteln des Förderfonds Trenntstadt Berlin
gefördert.

Pressefotos: ab ca. 14 Uhr unter http://l.duh.de/7d6ba

Informationen und Hintergründe:

Fact Sheet zu Coffee to go-Bechern: http://l.duh.de/bmig0
Hintergrundpapier zu den Umweltauswirkungen von Coffee to go-Bechern:
http://l.duh.de/x0aqo

Rechtsgutachten zur Einführung einer landesrechtlichen
Verbrauchssteuer auf Coffee to go-Becher: http://l.duh.de/jcks2

Facebookseite von Freddy Chalk: http://l.duh.de/5ut8f



Pressekontakt:
Kontakt vor Ort:

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft
0151 18256692, fischer@duh.de

Daniel Hufeisen, Pressesprecher
0151 55017009, hufeisen@duh.de

Ann-Kathrin Marggraf, Pressereferentin
0151 26749133, marggraf@duh.de

DUH-Pressestelle:
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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Datum: 30.09.2016 - 13:23 Uhr
Sprache: Deutsch
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