Rheinische Post: Verdi-Chef Bsirske fordert Rentenbeitragssatz von bis zu 26 Prozent
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jährliche Erhöhung des Rentenbeitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte auf
bis zu 26 Prozent des Bruttolohns gefordert, um auch jüngeren
Generationen ein hohes Rentenniveau zu garantieren. "Es ist
vertretbar, den Beitragssatz schrittweise Jahr für Jahr anzuheben,
zum Beispiel um jeweils 0,2 Prozentpunkte", sagte Bsirske der in
Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Nach
dem Willen der Politik sollten Arbeitnehmer schon heute neben ihren
Rentenbeitragszahlungen mit zusätzlichen vier Prozent ihres
Einkommens private Altersvorsorge betreiben, etwa mit einer
Riester-Rente. "Wer davon Gebrauch macht, zahlt heute schon mehr als
13 Prozent für die Altersvorsorge", sagte der Vorsitzende der
Dienstleistungsgewerkschaft. "Wenn sich der Beitragssatz zur
gesetzlichen Rentenversicherung längerfristig an dem Wert orientiert,
der sich heute ohnehin schon für die Arbeitnehmer in der Kombination
von gesetzlicher Rente und Riester-Rente bemisst, und die Arbeitgeber
sich wieder paritätisch an der Finanzierung beteiligen, ist ein
höheres Rentenniveau finanzierbar", sagte Bsirske. Mit einem
paritätisch finanzierten Beitragssatz von bis zu 26 Prozent werde
längerfristig auch ein hohes Rentenniveau von 50 Prozent des
Durchschnittslohns möglich sein. Die Zahlungen in die Riester-Rente
würden laut Bsirske dann obsolet.
KONTEXT
Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will im November ein
Gesamtkonzept für die Alterssicherung vorlegen. Sie hatte erklärt,
sie wolle verhindern, dass das Rentenniveau für künftige
Rentnergenerationen ab 2030 immer weiter absinke und eine
"Haltelinie" einziehen. Nach einer Prognose ihres Ministeriums dürfte
das Rentenniveau von derzeit 47,8 Prozent des Durchschnittslohns auf
rund 44 Prozent im Jahr 2030 und weiter auf 41,6 Prozent im Jahr 2045
abrutschen.
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Datum: 08.10.2016 - 04:00 Uhr
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