Nach Hurrikan Matthew in Haiti: Kindernothilfe errichtet Kinderschutzzentren
ID: 1410235
für die Opfer des Hurrikans "Matthew" und errichtet Schutzzentren für
Kinder in den besonders stark betroffenen Gebieten. Das Hilfswerk hat
die Mittel für die Katastrophenhilfe auf 150.000 Euro erhöht und ruft
weiterhin zu Spenden auf. "Kinder sind in Katastrophen besonders
gefährdet", sagt Jürgen Borchardt, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. "Wir wissen aus jahrelanger
Erfahrung, wie wichtig in dieser chaotischen Zeit eine sichere
Anlaufstelle für die Kleinen ist. Sie brauchen dringend
altersgerechte Nahrung, besondere Zuwendung und vor allem Schutz."
Demeter Russafov, Mitarbeiter des Kindernothilfe-Büros in
Port-au-Prince, ist gestern von einer Erkundungstour durch die am
schlimmsten betroffenen Gebiete zurückgekehrt: "Die Situation in den
ländlichen Gebieten ist für Tausende Familien kritisch. Allein in Ans
Rouge, im Nordwesten Haitis, sind 720 Häuser unterschiedlich stark
zerstört und fünf Schulen beschädigt." Die Stadt Port-A-Piment sei
völlig zerstört. Durch die Überschwemmungen seien Ernten zerstört und
Trinkwasservorräte vergiftet. "Die Gefahr, dass sich Epidemien wie
die Cholera weiter ausbreiten, ist enorm hoch."
Ein Dach über dem Kopf, Nahrung und sauberes Wasser sind aber
nicht ausreichend für das Wohl vieler betroffener Mädchen und Jungen.
"Die Kinder brauchen möglichst rasch wieder klare Strukturen in ihrem
Leben, um die Erlebnisse gut verarbeiten zu können", so Jürgen
Borchardt. "In den Kinderschutzzentren unserer lokalen
Partnerorganisationen kümmern sich deshalb Sozialarbeiter und bei
Bedarf Psychotherapeuten um die Kleinen." Häufig seien die Eltern in
dieser schwierigen Situation überfordert, sich zusätzlich mit den
Sorgen und Nöten der Kinder auseinanderzusetzen. Außerdem sei es
wichtig, dass der reguläre Schulbetrieb bald wieder aufgenommen
werde, um möglichst wenig Unterricht zu versäumen.
Die Kindernothilfe ist seit 1973 in Haiti aktiv und unterstützt
dort aktuell rund 16.500 Kinder in 14 verschiedenen Projekten. Nach
dem schweren Beben 2010 konzentrierte sich die Arbeit nach
anfänglicher Soforthilfe auf den Wiederaufbau. Alle Maßnahmen wurden
erfolgreich umgesetzt und in die langfristige Projektarbeit
überführt.
Die Kindernothilfe ruft zu Spenden auf:
Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)
IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40
Zwecknummer 57638
Pressekontakt:
Angelika Böhling, Pressesprecherin
Tel. 0203.7789-230 und 0178.8808013
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Datum: 10.10.2016 - 13:05 Uhr
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