Ostthüringer Zeitung: Wolfgang Schütze kommentiert: Käßmann will nicht Bundespräsidentin werden
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sind unterschiedliche Frauen, aus unterschiedlichem sozialen Milieu
und mit unterschiedlicher Parteinähe. Aber sie haben eines gemeinsam:
Sie sollten Bundespräsidentin werden. Dagmar Schipanski, Professorin
aus Thüringen und damals noch parteilos, trat 1999 auf Vorschlag von
CDU und CSU an. Gegen den langjährigen Polit-Profi Johannes Rau von
der SPD hatte sie keine Chance. Obwohl nachgerade Männer schon damals
von Aktivistinnen scheel angeguckt wurden, ob man vielleicht was
gegen Frauen habe, wenn man nicht für Dagmar Schipanski war. Gesine
Schwan ging es mit dem Ticket der SPD ähnlich. Sie verlor 2004 und
2009 jeweils im ersten Wahlgang gegen Horst Köhler. Vielleicht wäre
sie erfolgreicher gewesen, hätte die Bundesversammlung voraussehen
können, dass Herr Köhler sich irgendwann in die Schmollecke
zurückziehen würde. Nun also dem Vernehmen nach Margot Käßmann. Ihre
Absage kam so schnell wie die Information, dass SPD-Chef Sigmar
Gabriel sie gefragt haben soll. Käßmann hat sich mit ihrem Nein viel
erspart, nicht aber Gabriel. Auch Strippenziehen kann er also nicht.
Wie es scheint, schicken Männer, wenn sie nicht weiterwissen, Frauen
vor.
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Datum: 12.10.2016 - 19:40 Uhr
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