Lausitzer Rundschau: Wissen und Willen
Milliarden für die IT-Ausstattung von Schulen
ID: 1411663
digitale Diaspora. Sind sie "gut" ausgestattet, gibt es
Computerräume, Whiteboards, also interaktive und digitale Tafeln, und
einen Internetanschluss für alle. Sind sie schlecht ausgestattet,
fehlt es selbst daran oder das Equipment ist total veraltet.
Hierzulande wird immer darüber diskutiert, dass die soziale Herkunft
zu sehr den Bildungserfolg bestimmt. Das ist leider wahr. Wahr ist
aber auch, dass die technologische Rückständigkeit der Schulen
genauso Chancen und Perspektiven nimmt. Mit dem Smartphone "daddeln"
kann jeder. Aber es geht um mehr: Wer frühzeitig vertraut gemacht
wird mit den digitalen Möglichkeiten, mit dem, was heute Arbeit und
Leben bestimmt und verändert, der wird daraus zweifellos erhebliche
persönliche Vorteile für die eigene Entwicklung ziehen. Das muss
moderne Schule leisten. Denn auch das ist eine Frage der
Chancengleichheit. Deshalb ist das milliardenschwere
IT-Aufrüstungsprogramm, das Bundesbildungsministerin Wanka am
Mittwoch vorgestellt hat, so wichtig. Gleichwohl wird mit dem
Vorhaben sehr viel Veränderungsbereitschaft eingefordert. Von den
Kindern, für die sich die Art des Lernens weiter verändern wird. Sie
werden freilich die geringsten Probleme mit neuen Techniken haben.
Von den Eltern, die noch mehr Schwierigkeiten haben werden, technisch
mit ihrem Nachwuchs Schritt zu halten. Vor allem aber sind die Lehrer
gefordert - auch sie müssen mit Tablet und PC im Klassenzimmer neue
Wege des Unterrichtens einschlagen. Sich darauf einzulassen, benötigt
Wissen und Willen. Die Bereitschaft dazu muss man einfordern, so wie
von jedem anderen Beamten oder Angestellten auch. Wankas schönes
Vorhaben hat allerdings Haken. Wenn die Schulverwaltungen ihre
Prozesse nicht beschleunigen, ist die neue Technik schon wieder
veraltet, bevor sie installiert ist. Darüber hinaus nutzt die beste
IT-Ausstattung nichts, wenn die Schulgebäude marode sind, die
Toiletten übel stinken und die Klassengröße 30 oder mehr Schüler
beträgt. Die Digitalisierung muss in ein vernünftiges Lernumfeld
eingebettet werden. Das ist das Problem. Dafür fehlen Ländern und
Kommunen oft die Mittel. Deshalb ist der nächste Schritt, endlich das
Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich
abzuschaffen. An der Schulsanierung darf der Bund sich nicht
beteiligen, auch Wankas IT-Programm kann nur mit rechtlichen Tricks
umgesetzt werden. Jeder in der Politik weiß inzwischen, dass das
Kooperationsverbot einer der größten Bremsklötze bei der
Weiterentwicklung des Bildungssystems ist. Schon heute, beim Treffen
der Ministerpräsidenten mit dem Bundesfinanzminister zu den
Bund-Länder-Finanzen, könnte damit begonnen werden, diesen föderalen
Unsinn abzuräumen. Gut wär's.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.10.2016 - 20:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1411663
Anzahl Zeichen: 3298
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 417 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Wissen und Willen
Milliarden für die IT-Ausstattung von Schulen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Lausitzer Rundschau: Macht' s wie die Niederländer! Zu den Geldautomaten-Sprengungen in Brandenburg ...
Eine neue Verbrechensserie zieht sich durch Deutschland, vor allem durch Nordrhein-Westfalen und die Lausitz. Gab es vor fünf Jahren deutschlandweit gerade einmal 38 Fälle von Geldautomatensprengungen, sind es in diesem Jahr alleine in der Lausitz schon mehr als zehn. Und die Spirale dreht sich
Mittelbayerische Zeitung: Mehr Respekt, weniger Parolen / CSU-General Scheuer sollteöfter so auftreten wie in Lappersdorf. Das täte dem politischen Klima gut. Leitartikel von Sebastian Heinrich ...
Es ist ein gewöhnungsbedürftiger Anblick: Andreas Scheuer, das CSU-Raubein, als Talkmaster, der mit Gästen über die großen Themen unserer Zeit redet - und einmal nicht austeilt gegen Brüssel, Flüchtlinge oder angeblich faule EU-Migranten. Natürlich, die christsoziale Talkrunde mit dem etw
Wie wird aus Wut Politik? / "maybrit illner spezial" im ZDFüber den nationalen Stimmungswandel in Europa (FOTO) ...
Ob es der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist, die Brexit-Entscheidung in Großbritannien oder die Flüchtlingsdiskussion in Deutschland: Emotionen dominieren in diesen Tagen die Politik. "Wie wird aus Wut Politik?" fragt ein 90-minütiges "maybrit illner spezial" a
Claudia Roth klagt im neuen sternüber zunehmenden Hass auf Politiker: "Da kippt etwas weg" ...
Die Grünen-Politikerin Claudia Roth klagt über eine zunehmende Verrohung des politischen Klimas in Deutschland. Sie selbst bekomme pro Woche bis zu 100 E-Mails mit schweren Beleidigungen und massiven Bedrohungen zugeschickt, sagte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages dem stern. Hinzu




